Günstig und individuell: Spielzeug selber machen

Sie wollen, dass Ihr Kind sicher spielt? Dann sollten Sie das Spielzeug selber machen.


Immer wieder hört man in den Medien von schadstoffverseuchtem Spielzeug aus asiatischen Ländern oder Massen-Fließband-Produktionen. Ob krebserregendes Formaldehyd in Holzpuzzles oder Weichmacher in Plastikspielzeug – Babys und Kleinkinder sollten nicht in Kontakt mit solchen gefährlichen Gegenständen kommen. Leider kann man sich auch auf die diversen Gütesiegel nicht immer verlassen. Was also tun? Stöbern Sie doch mal in Ihrer Speisekammer, denn dort finden sich die Zutaten für individuelles Spielzeug, das garantiert schadstofffrei ist. Denn Spielzeug selber machen, geht schnell und ist dazu noch viel individueller als alles, was Sie kaufen könnten.

Seifenblasen-Spaß
Alle Kinder lieben Seifenblasen. Und die sind ganz fix selbst hergestellt. Lösen Sie hierfür 180 Milliliter eines beliebigen Geschirrspülmittels in 1,8 Liter Wasser auf. Damit es auch schöne Blasen gibt, geben Sie noch 240 Milliliter Glyzerin hinzu. Nun braucht Ihr Kind noch einen Ring, durch des es hindurchpusten kann. Ideal geeignet für diesen Zweck sind Pfeifenreiniger, die sich leicht in einen Ring umformen lassen.

Biologische Fingerfarben
Hierfür benötigen Sie:

  • 125 Gramm Wäschestärke
  • 225 Gramm Stärkemehl
  • 40 Gramm Kernseifenflocken
  • Lebensmittelfarbe oder Wasserfarbe

Zunächst lösen Sie die Wäschestärke und das Stärkemehl in kaltem Wasser auf. Danach bringen Sie 900 Mililiter Wasser zum Kochen und geben die angerührte Mischung hinein. Lassen Sie den Mix so lange ziehen, bis er sich verdickt hat. Jetzt nehmen Sie die Masse vom Feuer und rühren die Kernseifenflocken unter, alternativ können Sie auch Seifenpulver benutzen. Verteilen Sie die fertige Mischung auf kleine Behälter und färben Sie sie mit Lebensmittel- oder Wasserfarben an.

Geräuschvolle Instrumente
Auch Musikinstrumente sind ganz leicht selbst hergestellt. Aus einer offenen Pappschachtel und verschieden starken Gummibändern entsteht eine Gitarre. Für ältere Kinder kann man ein Glockenspiel zaubern. Füllen Sie hierfür mehrere Glasflaschen mit unterschiedlich viel Wasser. Sogar auf einem Kamm lässt sich musizieren. Einfach Seidenpapier drumgewickelt und los gehts.

Fühl-Memory
Für ein ganz besonderes Memory-Spiel benötigen Sie nur 20 Baumwollsäckchen. Diese füllen Sie mit unterschiedlichen Materialien, also beispielsweise Reis, Knöpfen, Watte oder Erbsen. Zwei Säckchen sollten immer denselben Inhalt haben. Die Kinder müssen nun allein durch Fühlen herausfinden, welches Paar zusammengehört. Alternativ können Sie Karton zu Quadraten schneiden und mit unterschiedlichen Stoffen bekleben, etwa Alufolie, Kork, Wolle, Samt oder Schleifpapier. Werden diese außerdem in unterschiedlichen Mustern angeordnet, kann man das Memory nicht nur „blind“ spielen sondern auch sehend.

Puzzles
Puzzles können ebenfalls ganz leicht selbst gemacht werden. Kleben Sie Fotos von sich, dem Kind oder dem Lieblings-Trickfilmhelden auf stabilen Karton und schneiden es danach in geometrische Teile. Dem Alter und Entwicklungsstand Ihres Kindes entsprechend, können Sie nun die Teile gerade oder unregelmäßig ausschneiden. Auch die Anzahl der Teile sollte Ihr Kind nicht überfordern.