Günstig wohnen in Deutschland

Wer günstig wohnen möchte, sollte den Mietpreisindex zu Rate ziehen. Pauschal lässt sich sagen: Im Norden lässt es sich günstiger wohnen als im Süden, außerdem ist es im Osten preiswerter als im Westen.


Nicht nur der Ruf der Uni sollte bei der Wahl des zukünftigen Wohnortes eine Rolle spielen, sondern auch die Mentalität der dort lebenden Menschen sowie die Infrastruktur und vor allem die Mietpreise. Nicht selten sind die Mietpreise in machen Orten für Studenten fast unerschwinglich und erschweren die Suche nach einer geeigneten Unterkunft in der Traumstadt. Selbst die Wohnheime fordern Preise, für die sich in anderen Städten schon eine Drei-Zimmer-Wohnung mieten lässt. Um hier den richtigen Überblick zu erhalten wird im folgenden eine Auflistung über die Quadratmeterpreise der wichtigsten Städte gegeben, sodass Sie in Zukunft günstig wohnen können.

Ost-West-Verhältnis
17 Jahre nach der Wiedervereinigung klaffen immer noch Welten zwischen den Realeinkommen der Deutschen und somit auch den Lebensunterhaltungskosten. Doch der reale Einkommensunterschied fällt anders aus als vermutet. Zwar sind die Gehälter in Ostdeutschland weiterhin unterdurchschnittlich, jedoch sind auch die Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland niedriger als im Westen der Republik.
Die Universität Kassel belegt dies in einer aktuellen Studie durch einen Verbraucherpreisindex. Im Westen sind die Verbraucherpreise um 6,5 Prozent höher als im Osten. Bei einem genaueren Vergleich von München und der mittleren Erzgebirgsregion zeigt sich, dass hier der Unterschied um bis zu 37,5 Prozent ausfällt.

Teuerste Städte
Doch nun wollen wir es genau wissen: Wo wohnt Deutschland am teuersten?
Die durchschnittliche Miete in Deutschland beträgt für eine 65 Quadratmeter große Wohnung 5,91 Euro pro Quadratmeter. Doch gibt es hier große Unterschiede, die sich nicht nur im Ost-West-Gefälle zeigen, sondern auch im Nord-Süd-Gefälle. So zahlen die Nordlichter den Bundesdurchschnitt, während die Südländer in Deutschland etwa 7,21 Euro auf sich nehmen müssen. Die teuerste Stadt Deutschlands ist ungeschlagen München mit einem Quadratmeterpreis von 9,81. Somit zahlen sie über 60 Prozent mehr für ihre Wohnungen als die Nordlichter. München folgen:

2. Germering
3. Dachau
4. Düsseldorf
5. Leinfelden-Echterdingen
6. Stuttgart
7. Filderstadt
8. Köln
9. Norderstedt
10. Wiesbaden

Billigste Städte
Wo kann man in Deutschland richtig günstig wohnen? Viele der ostdeutschen Städte liegen unter dem Bundesdurchschnitt für Mietpreise. Selbst in Westberlin lebt es sich um 3 Prozent billiger als im Durchschnitt, in Ostberlin sogar um 10 Prozent. Weitere beliebte Städte sind Dresden und Rostock. Dennoch sind die Mieten natürlich nicht in ganz Ostdeutschland so preiswert. Gerade in Universitätsstädten haben die Mieten durchaus Westniveau. Wer also seinen Studienort auch nach den dortigen Mietpreisen wählt, sollte sich vor Ort über die jeweiligen Mietpreise informieren.