Haarausfall - Auswirkungen auf das Selbstbewusstein

Haarausfall ist ein ernst zu nehmendes Problem, denn immerhin sind knapp 30 Prozent der Männer und 10 Prozent der Frauen davon betroffen. Die Krankheit als solches wird in zwei Krankheitsbilder unterteilt


Das Haar ist den meisten Menschen mit am wichtigsten, wenn es um ihr Aussehen geht. Gepflegte Haare und ein individuell angepasster Haarschnitt verleihen jedem eine einzigartige Ausdruckskraft. Man könnte schon fast sagen, dass Haare mehr als 1000 Worte sagen. Doch was ist, wenn das Haar langsam immer lichter wird und die einst schöne Mähne nun einem Katastrophenfeld gleicht? In der Regel leidet das männliche Geschlecht unter Haarausfall, doch auch Frauen kann es treffen. Aber nicht jeder Haarausfall sollte Ihnen Sorge bereiten, denn wie alle Organismen befindet sich auch der menschliche Körper in einem ständigen Rhythmus. Wachstumsphasen, Ruhephasen und Ausfallphasen sind bei Haaren normal. Erst wenn Sie mehr als 100 Haare pro Tag verlieren, sprechen Experten von Haarausfall.

Arten
Die am häufigsten vorkommenden Haarausfallarten sind:

  • Hormonell-erblicher Haarausfall 
  • Kreisrunder Haarausfall 
  • Diffuser Haarausfall


Ursachen - Hormonell-erblicher Haarausfall

Diese Form des Ausfalls ist mit 95 Prozent die häufigste und betrifft in der Regel nur Männer. Vererbt wird hier eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Testosteron. Erste Anzeichen sind die sogenannten Geheimratsecken. Mit der Zeit wird dann das Haar am Hinterkopf lichter.
Das Anzeichen bei Frauen ist eine Ausdünnung des Haares am Scheitel.

Therapie
Zuallererst sollte Mann sich bewusst sein, dass ausgefallene Haare nicht wieder kommen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige medikamentöse Behandlung zwingend notwenig, um das Haar für einige Zeit zu erhalten. Diese Medikamente sind jedoch verschreibungspflichtig. Ist das Haar erst einmal ausgefallen, hilft in der Regel nur eine Haartransplantation.

Kreisrunder Haarausfall
Diese Art zählt zwar zu der zweithäufigsten Form, kommt dennoch sehr selten vor. Der Haarausfall tritt plötzlich ein und äußert sich in Form von kreisrunden Stellen. Jedoch kann aber auch plötzlich das gesamte Haar ausfallen. Die Gründe sind hierfür noch nicht weitgehend erforscht, jedoch wird vermutet, dass es sich um eine Immunschwäche oder psychische Probleme als Ursache handelt. In den meisten Fällen wächst das Haar wieder nach. Hält der Ausfall jedoch für eine längere Zeit an, wachsen die Haare in der Regel nicht mehr.

Therapie
Für diese Form von Haarausfall gibt es nur sehr wenige Therapiemöglichkeiten, die zudem in den wenigsten Fällen einen Erfolg erzielen können. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen Spezialisten aufzusuchen.

Diffuser Haarausfall
Tritt auch an anderen Stellen als am Kopf eine Ausdünnung der Haare auf, liegt ein diffuser Haarausfall vor. Die Ursachen hierfür sind sehr vielfältig, so können Stress, Mangelernährung, Hormonumstellung, Krankheiten, Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Medikamente einen Haarausfall verursachen.

Therapie
Die Behandlungsmöglichkeiten sind ursachenabhängig. Aus diesem Grund muss zuallererst von einem Arzt festgestellt werden, warum das Haar ausfällt, um dann eine individuelle Behandlung zu starten.

 

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