Haare mit Henna färben - Tipps

Gesunde, seidige Haare, die im Licht intensiv glänzen – dieses Ideal gaukelt jede Werbung vor. Trotz höherem Aufwand: Für ein natürliches, gepflegtes Ergebnis sollte man Haare mit Henna färben.


Die meisten im Laden erhältlichen Haarfärbemittel enthalten jedoch viele Chemikalien, die das Haar strapazieren. Wer auf diese „chemische Keule“ verzichten will, sollte seine Haare mit Henna färben. Der Naturstoff, der aus den Blättern des Hennastrauchs gewonnen wird, sorgt nicht nur für schöne Farbe sondern pflegt die Haare auch.

Viele Farbvarianten

  • Alle natürlichen Rot-, Braun- und Schwarztöne sind machbar, nur Aufhellen ist nicht möglich. Man kann die im Laden erhältlichen Hennafarben beliebig miteinander kombinieren, sodass man den persönliche Wunschfarbton erhält. Das Farbergebnis wird immer vom Naturhaarton beeinflusst, da sich Henna wie eine Schicht um die einzelnen Haare herum legt und nicht in die Haarstruktur eingreift.
  • Es sollte unbedingt beachtet werden, dass Henna die Haare färbt und nicht tönt – die Farbe kann man also nicht herauswaschen, sondern muss sie herauswachsen lassen.

Anwendungshinweise

  • Hennapulver erhält man beispielsweise im Bioladen, in der Apotheke oder in türkischen Geschäften. Drogerien bieten oft Pflanzenhaarfarbe auf Hennabasis an, die jedoch meist eine geringe oder gar keine Wirkung hat. Das Pulver wird mit heißem Wasser angerührt, bis es eine dickflüssige Konsistenz erhält. Sollen die Haare eher dunkel werden, kann es auch mit aufgebrühtem, schwarzem Tee angerührt werden. Für einen intensiveren Rotschimmer verwendet man warmen Rotwein statt Wasser oder Tee. Zum Schluss sollte ein Schuss Olivenöl unter die Masse gemischt werden, da sie sich dadurch besser verteilen lässt.
  • Die so entstandene Paste sollte noch im warmen Zustand aufgetragen werden. Wer mit Henna färben will, braucht Geduld: die Mixtur muss eine bis drei Stunden einwirken – länger als chemische Färbemittel. Wie lange man wartet, entscheidet letztendlich der Benutzer selbst. Es gilt: je länger, desto intensiver die Farbe. Für ein optimales Ergebnis sollte man während der Einwirkzeit alle Haare unter eine Plastikhaube stecken und zusätzlich mit einem Handtuch umwickeln. Die so entstehende Wärme fördert den Färbevorgang. Mittlerweile enthalten viele Hennapackungen eine Haube. Ist das nicht der Fall, kann man auch Alufolie verwenden.
  • Nach dem Einwirken müssen die Haare sehr gründlich ausgespült werden. Die endgültige Farbe und der besondere Glanz, der beim Haare mit Henna färben entsteht, zeigt sich meist nach zwei bis drei Haarwäschen. Generell ist Haare mit Henna färben etwas umständlicher als die chemische Variante, liefert aber ein gesünderes und schöneres Ergebnis.