Haare verlängern - Techniken

Es gibt die unterschiedlichsten Techniken sich die Haare verlängern zu lassen. Wir stellen Ihnen die gängisten vor.


Es gibt verschiedene Techniken sich die Haare verlängern zu lassen. Bis vor kurzem wurden die Strähnchen noch bei starken Temperaturen um 90 Grad in das Eigenhaar eingeschweißt. Das war sehr schädlich und zerstörte die Struktur der Haare. Heutzutage bedient man sich schonender Verfahren, um das Eigenhaar der Kundin zu schützen.

Die populärsten Techniken im Überblick
Inzwischen entwickelte fast jeder Anbieter, der Haare verlängern möchte, seine eigene Methode. Die bekanntesten dieser Methoden sind unter anderem das Hairweaving, das Schalen-Bonding, das Air-Pressure- System und die Selector-Methode.

Hairweaving- eine haarschonende Variante
Beim Hairweaving wird ein Webrand mit dem Eigenhaar verflochten, wobei jede Strähne einzeln mit diesem Webrand verflochten werden muss. Diese aufwendige Flechtarbeit dient dann als Befestigungsgrundlage für die Haarverlängerungen. Nachdem alle Strähnen in das Eigenhaar eingebracht wurden, wird das Haar nach den Vorstellungen der Kundin geschnitten und gefärbt. Durch dieses Verfahren ist es dem Beobachter unmöglich zu erkennen, dass es sich nicht um das Eigenhaar handelt. Nach einem Monat sollte das für den Webrand verwendetet Band abermals fest fixiert werden. Bei dieser Methode muss man Kosten um die 600 Euro einkalkulieren, Nachbehandlungen sind ab etwa 50 Euro zu haben. Im Allgemeinen ist die Methode des Hairweavings sehr haarschonend, da zur Befestigung der Haarsträhnen keine chemischen Mittel verwendet werden müssen.

Haarverlängerung für besondere Anlässe- das Schalen-Bonding
Das so bezeichnete Schalen-Bonding ist eine Befestigungsmethode, die in erster Linie für eine kurzzeitige Haarverlängerung gedacht ist, wie beispielsweise zu einem festlichen Anlass (Preis: 70- 150 Euro). Bei diesem Verfahren werden die Eigenhaare, die nicht zu kurz sein dürfen, mit Hilfe von speziellem Klebstoff miteinander verbunden. Der Klebstoff hält meistens nur eine Woche und kann mit Shampoo oder einer Ölsubstanz auf Wasserbasis aufgelöst und damit ausgewaschen werden. Das Schalen-Bonding eignet sich folglich nicht für eine dauerhafte Haarverlängerung.

Die Selector-Methode für ein sehr natürliches Ergebnis
Bei der Selector-Methode wird die Stärke des Eigenhaares genau an die anzubringenden Haarverlängerungen angepasst (Kosten circa ab 500 Euro). Hierfür wird das Haar mithilfe eines so bezeichneten Selector-Clips in Strähnen abgeteilt, wobei das Eigenhaar der Kundin in regelmäßige Strähnen aufgeteilt wird. Die Strähnen für die Haarverlängerung werden bei dieser Methode einzeln und per Haar angebracht, wodurch die Verbindungsstellen besonders klein ausfallen und das Gesamtergebnis sehr gleichmäßig und natürlich wirkt. Die Strähnen werden mit dem Eigenhaar über so genannte Bondings verbunden, die mit Hilfe von Wärme weich werden und die Haare zusammenschließen. Eine Haarverlängerung mit der Selector-Methode hält im Durchschnitt ein halbes Jahr.

Die schnellere Alternative- das Air-Pressur-System
Das Air-Pressure-System ist hingegen weniger zeitaufwendig und auch nicht so kostenintensiv (ab 250 Euro). Hierbei werden gleich mehrere Haarverlängerungen mit Hilfe von Luftdruck am Eigenhaar angebracht. Dies geschieht mit Folie, wodurch sieben oder mehr Strähnen auf einmal angebracht werden können.


Welche Methode schont die Haare?
Überdies gibt es noch weitere Methoden der Haarverlängerung, die sich des Klebens, Schweißen oder den Hülsen, ähnlich den Bondingverbindungsstellen, bedienen. Die Kundin sollte sich vor einer Entscheidung für die Methode der Haarverlängerung überlegen, welche das haarschonendste Verfahren ist, damit das Eigenhaar nicht zu sehr in Anspruch genommen wird. Anschließend muss die Dame wissen, wie viele Kosten sie für den Traum langer Haare in Kauf nehmen möchte.