Hainbuche: Tipps zur Pflege

Sie ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen und auch als Solitärbaum eignet sich die Hainbuche gut – man sollte sie aber nicht vernachlässigen.


An sich ist die Hainbuche als sehr pflegearmes Birkenholzgewächs bekannt, durch ihre Robustheit und den kräftigen Wuchs wird sie aber oft fälschlicher Weise vernachlässigt. Zur guten Pflege gehören der richtige Schnitt für die Hecke und die Auswahl eines guten Standortes einzeln stehender Bäume. Auch falscher Boden sollte vermieden werden.

Der Schnitt sorgt für optimales Wachstum

  • Da die Hainbuche bis zu 40 Zentimeter pro Jahr wachsen kann, muss sie durchaus auch kräftig zurückgeschnitten werden. Besonders auf den richtigen Zeitpunkt kommt es dabei an. Sie treibt im Frühjahr schnell aus und bildet sehr schöne, frische Jungtriebe. Diese sollten nicht gleich dem ersten Schnitt zum Opfer fallen, dennoch muss die Hecke nach dem Winter erst einmal wieder in Form gebracht werden. Das zeitige Frühjahr, kurz nach dem ersten Austreiben, ist daher der richtige Moment, um die Hecke zu schneiden.
  • Neben der schönen Ansicht der neuen Zweige, ist die Hainbuche aber auch ein sehr beliebter Nistplatz für viele Vögel. Damit sie nicht während des Nestbaus gestört werden, ist der zeitige Schnitt ebenfalls wichtig, jedoch sollten keine starken Minusgrade mehr sein.
  • Zum zweiten Mal stutzt man die Hecke dann in der Zeit zwischen Juni und Juli, damit die Triebe noch einmal dicht von unten nachwachsen. Gerade bei hohen Hecken ist ein rigoroser Verjüngungsschnitt möglich, ohne den Sichtschutz dabei zu gefährden.

Fester Boden bekommt dem Baum besonders

  • Gerade für Einzelbäume, sollte der Boden nicht zu sandig sein. Die Hainbuche bildet nur relativ flache, bis maximal 35 Zentimeter lange Wurzeln aus. Daher hat sie bei starkem Wind recht wenig Halt. Neben einem eher windgeschützten Standort ist also ein lehmiger, stets leicht feuchter Boden hervorragend geeignet.
  • Junge Setzlinge sollten bei Bedarf mit einem Pflock zusätzlich in der Stabilität unterstützt werden. Wird der Boden jährlich gemulcht, fühlt sich die Pflanze besonders wohl. Sonne und Wärme verträgt die Hainbuche gut, mit dem Gießen kann man warten, bis die oberste Erdschicht ganz trocken ist. Sollen alte Pflanzen zu neuem Leben erweckt werden, helfen auch ein kräftiger Schnitt und etwas Volldünger.