Lateinischer Name: Carpinus
Herkunft: Kleinasien, mittleres und südliches Europa
Beschreibung Farbe und Struktur:
Kernholz und Splintholz weisen keine Unterschiede auf. Es ist gelblichweiß bis schwachhellgrau, hat gehobelte, schwach glänzende Flächen. Bei starkem Licht vergilbt es.
Verwendung / Weiteres:
Die Hain- beziehungsweise Weißbuche ist ein sommergrüner, krummschaftiger Baum, der astfreie Stammschächte bis zu einer Höhe von 10 Meter besitzt. Der Durchmesser beträgt etwa 60 bis 90 Zentimeter. Neben der Weißbuche gibt es beispielsweise noch die amerikanische oder japanische Hainbuche. Das Hainbuchenholz ist sehr schwer, hart, fest und ausgesprochen zäh. Es hat im Freien eine nur sehr geringe Dauerhaftigkeit, schwindet stark, reißt und wirft sich. Darüber hinaus ist es nicht sehr beständig, da es nicht witterungsfest ist, leicht verstockt und sehr anfällig für Insekten- und Pilzbefall ist. Bei der Trocknung muss mit großer Sorgfalt agiert werden, um der Gefahr der Verstockung entgegenzuwirken. So sollten Weißbuchen unmittelbar nach dem Einschneiden zur liegenden Lagerung in Schuppen gebracht werden. Als Brennholz hat die Weißbuche unter den einheimischen Hölzern übrigens den höchsten Heizwert. Ansonsten ist ihr Holz sehr problemtatisch. Es lässt sich schlecht verarbeiten und splittert leicht. Zum Sägen und Drehen eignet es sich jedoch. Beim Hobeln lassen sich Faserausrisse sehr schwer nageln, und die Verklebung ist, weil Leim und Klebstoffe nicht gut halten, ebenso als negativ zu nennen. Das Holz lässt sich zwar beizen und polieren, aber insgesamt benötigt die Oberflächenbehandlung viel Können und Sorgfalt. Verwendung findet das Hainbuchemholz überall dort, wo Festigkeit, Widerstandsfähig- und Zähigkeit gegen Stöße und Reibung erforderlich sind. Für Werkzeuge oder im Maschinenbau kommt es zum Einsatz oder auch für Parkett oder Drechselholz. Und zur Herstellung von Hackbrettern und Hackklötzen.