Aufbau Ohr
Mal sind sie kleiner, und mal größer. Bei einigen Menschen stehen sie weit vom Kopf ab, manchmal sind sie gerötet: die Ohren. Der sichtbare Teil des Ohres, die Ohrmuschel einschließlich des äußeren Gehörganges, übernimmt zahlreiche Funktionen, zu denen das „Hören“ im engeren Sinne allerdings nicht zählt. Das Organ, welches uns akustische Signale wahrnehmen lässt, liegt im Schädel verborgen und ist daher im Gegensatz zur Ohrmuschel nicht ohne weiteres erkennbar.
In einem weitergefassten Sinne ist die Ohrmuschel selbstverständlich daran beteiligt, den Menschen hören zu lassen. Und zwar sorgt die Ohrmuschel zusammen mit dem Gehörgang für eine Schallwellenweiterleitung bis ins Innenohr. Beim Einfangen von Schallwellen erfüllt die Ohrmuschel in mehrerlei Hinsicht wichtige Aufgaben. Der vom Kopf bei jedem Menschen in einem verschiedenen Winkel abstehende trichterartige Knorpel ermöglicht nämlich, dass Schallwellen nicht nur aufgenommen und weitergeleitet, sondern gleichzeitig räumlich verortet werden. Menschen können aufgrund dessen unterscheiden, ob ein akustischer Reiz über, unter, vor oder hinter ihnen ausgelöst worden ist.
Von der Ohrmuschel über den Gehörgang, der durch das Trommelfell vom Mittelohr getrennt ist, gelangen akustische Reize zur Schnecke (Cochlea). Zwischen der Schnecke und den fürs Hören zuständigen Gehirnbereichen besteht eine Verbindung über den Hör- und Gleichgewichtsnerv. Im Gehirn werden die von der Ohrmuschel eingefangenen akustischen Reize verarbeitet, was Menschen in die Lage versetzt, differenziert zu hören. Mit anderen Worten, Menschen sind fähig, verschiedene Tonhöhen und Lautstärken zu unterscheiden.
Aufbau Nase und Rachenraum
Die Nase ist viel mehr als nur ein Riechorgan. Mittig im Gesicht jedes Menschen, sorgt sie für ein unverwechselbares Profil und stellt für Menschen ein markantes Erkennungsmerkmal dar.
Atmen Menschen über die Nasenlöcher Luft ein, wird diese sogleich gereinigt, erwärmt und angefeuchtet. Eine derartige Vorbereitung der Atemluft für die Lunge geschieht auf dem Weg durch die Nasenhöhle, den Rachen und die Bronchien. Für die Reinigung der Atemluft sind einerseits die Schleimhäute, mit denen der Nasen- und Rachenbereich sowie die Bronchien ausgestattet sind, und andererseits die auf den Schleimhäuten befindlichen mikrokleinen Härchen zuständig.
Eine der Nase vordringlich zugeschriebene Aufgabe, das Riechen, erledigen zuerst die Riechzellen, welche etwaige Luftveränderungen an die zuständigen Gehirnbereiche melden. Lokalisiert sind die Riechzellen im oberen Nasengang, einer der drei Nasengänge, die durch die Anordnung der insgesamt drei Nasenmuscheln innerhalb der Nasenhöhle gebildet werden. Im Gehirn wird nach Weiterleitung des Nervenimpulses eine Analyse und Bewertung der Luftveränderungen vorgenommen und Gerüche werden als „angenehm“ oder „unangenehm“ wahrgenommen.
Über zwei Öffnungen (Choanen) in der Nasenhöhle besteht eine Verbindung des unteren Nasengangs mit dem Nasen- und Rachenraum. Mit der Nasenhaupthöhle verbunden sind ebenfalls die Nasennebenhöhlen (Stirnhöhle, Kieferhöhle, Siebbeinzellen, Keilbeinhöhle), welche der Stimme einen Resonanzkörper bieten. Darüber hinaus endet die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) in der Nasenhaupthöhle und schafft so eine Verbindung des Nasen- und Rachenbereichs mit dem Mittelohr. Letztere ermöglicht einen Druckausgleich, wie er beispielsweise beim Tauchen oder Fliegen notwendig werden kann.
Aufbau Mund
Der Mund ist eine der größten Körperöffnungen des Menschen. Diese Öffnung dient in erster Linie der Nahrungszufuhr. Aber auch die Funktion des Mundes für die Atmung darf nicht unterschätzt werden. Vermehrt atmen Menschen über den Mund, wenn die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum angeschwollen sind und somit die Atmung über die Nasenlöcher verhindert oder erschwert ist. Bei größerer körperlicher Betätigung, sei es Sport oder Gartenarbeit, atmen Menschen ebenfalls häufig ergänzend über den Mund ein.
Aufbau Bronchien und Lunge
Wird Luft über Nase und Mund eingeatmet, gelangt diese über den Rachen in die Luftröhre. Etwa bei dem vierten Brustwirbel teilt sich die Luftröhre in zwei Bronchien. Innerhalb der zwei Lungenflügel bilden die zwei Hauptbronchien viele feine Verästelungen (Bronchiolen). Die Bronchien befördern nicht nur Luft in die Lunge, sondern halten die Lunge gleichzeitig sauber, indem feine Schmutzpartikelchen über die Schleimhäute abtransportiert werden. In der Lunge beginnt dann die Aufnahme von Sauerstoff über die Lungenbläschen (Alveolen).