Handy Knigge - Verhaltensregeln beim Telefonieren

Der Handy Knigge besagt unter anderem, dass das Mobiltelefon in der Kirche, im Kino, im Theater und auf Beerdigungen auf jeden Fall ausgeschaltet sein sollte.


Wer hat die folgende Situation nicht selbst schon einmal erlebt: Nach der Arbeit sitzt man in einem überfüllten Bus und versucht ein bisschen zu dösen, als es passiert. Eine fröhliche Melodie in Konzertlaustärke schallt durch den gesamten Bus.  Der Besitzer des Mobiltelefons mit dem nervigen Klingelton aber lässt sich Zeit. Der Besitzer antwortet und beginnt ein endloses Gespräch mit seiner Freundin. 

 

An die Mitmenschen denken

  • Zu keinem anderen Thema wurden dermaßen viele Verhaltensmaßregeln aufgestellt wie zu diesem. Wie sollten sie sich aber nun richtig verhalten, wenn sie, wie 60 Millionen Deutsche auch, stolzer Besitzer eines mobilen Telefons sind? Hierbei muss unterschieden werden zwischen gesellschaftlichen Verhaltensregeln und gesetzlichen Vorschriften.

 

Handy im Auto

  • Die Nutzung des Handys beim Autofahren ist verboten und unter Strafe gestellt. Wer erwischt wird, bezahlt 40 Euro Bußgeld und erhält einen Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister. 

 

  • Pendler und Vielfahrer sollten sich eine Freisprechanlage zulegen. Es dauert fünf Sekunden eine Nummer einzutippen, doch die reichen meist schon aus, um den Verkehr aus den Augen zu verlieren und einen Unfall zu verschulden. 

 

  • Auch im Krankenhaus, im Flugzeug und an der Tankstelle muss auf das Handy verzichtet werden, da es sonst zu technischen Störungen kommen kann.

 

Handy Knigge: Tabus

  • Nun aber zu den gesellschaftlichen Tabus. Diese werden bei Missachtung mit bösen Blicken und empörtem Murmeln geahndet und sind weltweit geächtet. Immer wenn auch andere Menschen anwesend sind, muss das eigene Telefonverhalten aus Respekt vor den Gefühlen anderer Menschen überprüft werden. Die Privatsphäre Dritter sollte prinzipiell geachtet werden.

 

Telefonieren im Büro?

  • In der Kirche, im Kino, im Theater und auf Beerdigungen sollte das Handy grundsätzlich ausgeschaltet bleiben. Haben sie das aus irgendeinem Grund einmal vergessen, nehmen sie das Gespräch nicht an. Auch ein geflüstertes Gespräch kann die Nerven der Mithörer unnötig strapazieren.

 

  • Im Büro darf telefoniert werden, wenn zwischen allen Kollegen Einigkeit über die Art sowie die Dauer der Telefongespräche herrscht. Nur wenn lange Privatgespräche während der Arbeit akzeptiert werden, dürfen diese auch stattfinden. Allerdings sollten sie sich mit allzu persönlichen oder medizinischen Details zurückhalten, wenn der Tischnachbar mithört. 

 

  • Bei einem Geschäftsessen oder wichtigem beruflichen Meeting kündigen sie vorher an, dass sie ein wichtiges Gespräch erwarten. Nehmen sie es an und verlassen sie den Raum.

 

Auf die Lautstärke achten

  • Laute, nervige Klingeltöne sind laut Handy Knigge ebenso ein Tabu wie nicht angemessene Gesprächslautstärke. Schreien sie nicht in ihr Telefon. Es ist mit einem sensiblen Mikrofon ausgestattet. Sollte der andere sie dennoch nicht verstehen können, gehen sie in einen anderen Raum oder rufen sie später zurück. 

 

  • Die am häufigsten gestellte Frage aber ist: Ist es erlaubt, das Handy auf den Tisch, sei es nun im Restaurant oder im Büro, zu legen? Nein. Dieses Ritual erinnert doch zu sehr an die „Zeig mir was du hast“ Mentalität und sollte daher unterlassen werden.