Handyakku - Alles Wissenswerte und die richtige Pflege

Ein Mobiltelefon kann ohne einen leistungsfähigen Handyakku nicht lange überleben. Logos und Bildschirmschoner sind die größten Energiefresser. Aber auch der Vibrationsalarm und die Beleuchtung verbrauchen viel Energie


Es ist das wichtigste Zubehör am Mobiltelefon, der Handyakku, versorgt er doch das Handy mit seinem Lebenselixier. Akku ist die verkürzte Form für Akkumulator. Es handelt sich dabei um eine wiederaufladbare Stromquelle, die durchschnittlich drei Jahre „lebt“. Um eine optimale Leistung sicherzustellen, muss auch ein Akku konstant gepflegt werden. Die richtige Lagerung ist für die Lebensdauer des Akkus entscheidend.

 

Keine extremen Temperaturen

  • Vor allem in den heißen Sommer- und kalten Wintermonaten sollte ein Handyakku niemals den extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Hersteller empfehlen eine optimale Temperatur von 15 bis 18 Grad. Außerdem sollte das Handy nicht in die Nähe von Computern oder metallischen Geräten gelangen. 

 

Die Technologien

  • Es gibt mittlerweile vier verschiedene Akkutechnologien. Der Älteste ist der Nickel-Cadmium (Ni-Cd) Typ. Er konnte bereits bis zu 1000 Mal wieder aufgeladen werden. Der entscheidende Nachteil dieses Typs ist seine Gefährlichkeit, es ist hochgiftig. 

 

  • Außerdem kann bei ihm der so genannte Memory Effekt auftreten. Hierbei verringert sich die Kapazität des Akkus ständig, wenn dieser nicht vollständig entladen wieder ans Netz gelegt wird. Das Akku memoriert die alte Ladung und nimmt diese bei der nächsten Stromzufuhr als Ausgangspunkt.

 

  • Der Nachfolger ist der Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akku. Hier ist ein ähnliches Phänomen zu beobachten, das aber anders benannt wurde. Es nennt sich „Lazy Battery Effect“. Modelle der neuesten Generation enthalten entweder ein Lithium-Ionen (Li-Ion) oder Lithium-Polymer (Li-Po) Akku. 

 

  • Diese sind gegen Überladung gesichert und nicht mehr dem „Memory Effekt“ ausgesetzt. Neben der angemessenen Lagerung ist auch der Umgang mit Ent- und Beladung sorgsam anzugehen.

 

So hält Ihr Akku lange

  • Wenn Sie das Handy längere Zeit nicht einsetzen, nehmen Sie den Handyakku heraus. Wenn es nicht genutzt wird, sollte es halb entladen gelagert werden. 

 

  • Befindet sich der Akku nicht im Einsatz, entlädt er sich von selbst. Wenn mehrere Male eine Untergrenze erreicht wird, ist es möglich, dass sich der Akku nicht mehr aufladen lässt. Man spricht dann von einer Tiefenentladung. Deswegen sollten Sie den Akku nicht all zu lange ungenutzt herumliegen lassen. 

 

  • Mit im Handel erhältlichen Entladegeräten kann der Akku trainiert werden. Durch eine regelmäßige vollständige Entladung tragen Sie dazu bei, die Gesprächs- und Standbyzeit zu erhöhen.

 

Wie lange laden?

  • Beim Wiederaufladen muss beachtet werden, dass nach etwa zwei Stunden das Display einen vollständig aufgeladenen Akku anzeigt. In dieser Schnellladung hat es in Wirklichkeit aber erst 80 % seiner Kapazität erreicht. Um die gesamten hundert Prozent zur Verfügung zu haben, empfiehlt sich, das Handy über Nacht angeschlossen zu lassen. 

 

  • Eine Überladung ist bei neueren Geräten nicht mehr möglich. Zu beachten ist dennoch, dass ein zu langer Ladevorgang über mehrere Tage oder Wochen dem Akku schadet. Es lädt immer wieder kurz nach und entwickelt so für das Gerät schädliche Wärme. 

 

So schonen Sie Ihren Akku

  • Einige Methoden helfen, den Handyakku zu schonen und gleichzeitig Strom zu sparen. Das Wichtigste überhaupt ist, das Handy nicht ständig ein- und auszuschalten. Denn bei jedem neuen Anschalten meldet sich das Gerät wieder neu bei dem jeweiligen Sendemast an. 

 

  • Wahre Energiefresser sind aufwendige Logos und Bildschirmschoner. Auch der Vibrationsalarm, die Tastentöne und die Bildschirmbeleuchtung verbrauchen viel Energie. 

 

  • Wenn Sie häufig im Auto telefonieren, ist die Anschaffung einer Außenantenne sinnvoll, weil die Autokarosserie das Sendesignal abschirmt und das Handy mit höherer Leistung arbeitet. Gehen Sie sorgsam mit der Antenne um, damit der Kontakt zum Sendemast nicht gestört wird und so eine höhere Leistung erbracht werden muss.

 

Nicht in den Hausmüll

  • Obwohl ein Handyakku mit der richtigen Pflege und Lagerung mehrere Jahre hält, muss es doch zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgetauscht werden. Ausgediente Akkus sollten unter keinen Umständen in den Hausmüll geworfen werden, sondern zurück in den Handel gebracht oder bei speziellen Sammelstellen abgegeben werden.  

 

  • Beim Erwerb eines neuen Akkus ist der Originalhersteller dem Billiganbieter vorzuziehen, weil die Gerätegarantie nur Originalteile einschließt. Verursachen minderwertige Akkus oder Ladekabel Schäden am Mobiltelefon, ist der Hersteller nicht verpflichtet, ein neues Gerät zur Verfügung zu stellen.