Handyfotos und MMS - Das Handy ersetzt die Digitalkamera

Die Zeiten der Digitalkamera sind gerade erst gekommen und vermutlich bald schon wieder vorbei. Denn vielen Leuten reichen die Handyfotos, die sie mit ihrem Mobiltelefon machen können.


Die Handys neuester Generation sind wahre Wunderwerke, Computer für die Handtasche. Denn die Zeiten, in denen man das Mobiltelefon ausschließlich zum Telefonieren nutzte, sind vorbei. Die eingebaute Kamera hat sich in ihrer Funktionsweise durchgesetzt. Denn sie braucht keine Filme oder Speicherkarten und ist immer dabei. Darin liegt ihre Stärke, so dass sie sogar im Urlaub so manche Digitalkamera ersetzt.

 

Schlechte Qualität
Doch ist sie im Vergleich zur teuren Kamera nur zweitrangig. Die Qualität der Handyfotos ist wegen der niedrigeren Auflösung geringer und ein Ausdruck ist aufwendiger und kostenintensiver. Auch sind die Sensoren der Kamera anfälliger für Beschädigungen oder Kratzer, da sie meist nicht geschützt, sondern direkt an der Benutzeroberfläche positioniert sind. Ein mit dem Fotohandy gemachtes Bild oder gedrehtes Video kann via Bluetooth direkt auf den PC und von dort beispielsweise auf die eigene Homepage gestellt werden. Eine Bearbeitung des eigenen Materials ist ebenso möglich wie bei herkömmlichen Fotos mit der Digitalkamera. 

MMS - Handyfotos verschicken
Die MMS (Multimedia Messaging Service), eine Weiterentwicklung der SMS, ist die ideale Gelegenheit, selbst geknipste Bilder dann auch sogleich an Freunde oder Verwandte zu verschicken. Doch nicht nur Handyfotos, auch größere Dokumente, Audiodateien oder kleinere Videos können per MMS transportiert werden. In Deutschland liegt der Preis einheitlich bei 39 Cent, wenn die Datenmenge von 300 KB nicht überschritten wird. Aber Vorsicht, im Ausland ist das Versenden einer MMS deutlich teurer als im Inland. So kann ein Bild schon mal bis zu vier Euro kosten. Eine Alternative zu Postkarten ist ein Handyschnappschuss also nicht. 

Voyeurismus oder Verbrechensbekämpfung?
In den letzten Jahren war das Fotohandy massiver Kritik ausgesetzt, fördere es doch den Voyeurismus, hieß es in den Medien. Und tatsächlich, die strafrechtlich verfolgte Nutzung der Kamera ist in den vergangenen Jahren sprungartig angestiegen. Zahlreiche Frauen wurden ohne ihr Wissen oben ohne am Strand oder in Umkleidekabinen fotografiert.
In New York hingegen wird das Fotohandy nun zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt. Hier können Bürger mit einem Klick Verbrechen dokumentieren. Die so gemachten Handybilder oder Videos werden an die Notrufnummer 911 geschickt und ausgewertet. Bürgermeister Michael Bloomberg verspricht sich so eine effektivere und schnellere Aufklärung von Verbrechen.