Handystrahlung - wie belastend ist sie wirklich?

Es wurden bereits viele Diskussionen zum Thema Elektrosmog bei Handys geführt. Es wird behauptet, dass die Handystrahlung krebserregend sei.


Kaum ein Thema wird so kontrovers diskutiert wie das der sogenannten „Handystrahlung“. Zahlreiche Berichte und Studien über mögliche gesundheitsschädigende Wirkungen verunsichern die Verbraucher enorm. Häufig wird auch die Bezeichnung Elektrosmog verwendet, die eng mit dem Begriff der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit (EMV) verknüpft ist. Der besagte Elektrosmog hebt jedoch aus psychologischer Sicht stärker die mutmaßlich schädlichen Folgen auf den Menschen hervor. So haben sich die Worte „Handystrahlung“ oder eben „Elektrosmog“ als Bezeichnungen für die technisch erzeugten elektromagnetischen Felder von u.a. Mobiltelefonen im deutschen Sprachraum durchgesetzt.

Panikmache oder objektive Fakten?
Zahlreiche namhafte wissenschaftliche Institute und Organisationen sprechen sich deutlich gegen die öffentliche Hysterie um die möglichen Gesundheitsgefahren durch Handys aus. Wie widersprüchlich die Forschungsergebnisse sind, belegt auf der einen Seite die Studie europäischer Wissenschaftler aus Finnland, Großbritannien, Schweden, Dänemark und Norwegen von Anfang 2007. Sie besagt unter anderem, dass die intensive und langjährige Nutzung von Mobiltelefonen das Krebsrisiko erhöht. Dagegen steht das Ergebnis dänischer Forscher aus dem Jahr 2006. Sie kamen im Rahmen ihrer Analysen zum Ergebnis, dass zwischen starker Handynutzung und dem Wachstum von bösartigen Hirntumoren kein direkter Zusammenhang besteht.

Klar ist jedoch
Um Sicherheit über eine tatsächliche Verbindung zwischen dem Auftreten von Tumoren und intensiver Benutzung eines Mobiltelefons zu schaffen, müssen weitere wissenschaftliche Untersuchungen zur Handystrahlung erfolgen. Bis heute sind die Entstehungsmechanismen von Hirntumoren weitgehend ungeklärt. Doch allein die geringste Möglichkeit eines Zusammenhangs zwischen Handygebrauch und erhöhtem Krebsrisiko rechtfertigt jede neue Studie.

Vernünftiger Umgang
Dennoch ist für jeden Verbraucher ein vernünftiger Umgang mit seinem Mobiltelefon anstrebenswert. Jedes Handy sollte den „Blauen Engel“ besitzen. Das umgangssprachlich auch als „Blauer Umweltengel“ bezeichnete Gütesiegel erhalten besonders umweltschonende Produkte. Orientierung hierbei bietet zudem der SAR-Wert. SAR steht für Spezifische Absorptions-Rate, wobei Handys mit einem SAR-Wert von unter 0,6 W/kg (Watt pro Kilogramm Körpergewicht) als strahlungsarm gelten. Darüber hinaus gibt es ein paar einfache Ratschläge, wie sie Ihre individuelle Strahlenbelastung reduzieren können. Wenn sie Ihr Handy nicht benötigen, schalten Sie es aus. Schlafen Sie nicht in unmittelbare Nähe Ihres Mobiltelefons. Tragen Sie das Gerät nicht direkt am Körper, sondern in der Tasche oder im Rucksack. Wechseln Sie beim Telefonieren hin und wieder die Ohr-Seite oder benutzen Sie am besten ein Headset. Die im Internet erhältlichen Anti-Strahlenaufkleber oder gar Anti-Strahlenunterhosen sind übrigens nicht nur unseriös, sondern zudem auch teuer und absolut wirkungslos.