Handyverträge ändern: Vorgehensweise

Den Handyvertrag ändern ist oft eine zeitraubende und komplizierte Angelegenheit, die sich jedoch finanziell lohnen kann.


Handyverträge werden in den allermeisten Fällen für einen Zeitraum von zwei Jahren geschlossen. Dies ist jedoch eine lange Zeit, in der sich Telefonier- und Nutzungsverhalten durchaus ändern können. Den Handyvertrag ändern, bevor diese Frist abgelaufen ist, ist aber oftmals nicht ganz einfach.

Handyvertrag ändern in einen hochwertigeren Mobilfunkvertrag

  • Da bei Vertragsabschluss mit einem Mobilfunkanbieter ein Vertrag über einen Mindestzeitraum (in der Regel zwei Jahre) geschlossen wird, ist eine Änderung in diesem Zeitraum meist nicht vorgesehen. Vor allen Dingen, wenn der Kunde mit Vertragsabschluss ein Mobilfunkgerät erhält, wird dieses während der langen Vertragslaufzeit im eigentlichen Sinne abbezahlt.
  • Unproblematisch geht ein Vertragswechsel während dieser Zeit meist nur dann vonstatten, wenn der Kunde seinen Handyvertrag ändern und diesen in einen hochwertigeren, sprich teureren, Vertrag umwandeln möchte.
  • Wird ein Vertrag mit umfangreicheren Extras, beispielsweise einer Internet- oder SMS-Flat, angestrebt, so ist der Mobilfunkanbieter meist bereit, den alten in einen neuen, zweijährigen Vertrag umzuwandeln, selbst wenn die Laufzeit noch nicht beendet ist. Der Kunde ist so aber auch wieder für 24 Monate an seinen alten Anbieter gebunden. 
  • Ebenfalls ohne große Schwierigkeit geht meist die Übertragung des Handyvertrags auf einen anderen Kunden, beispielsweise Kind oder Partner, vonstatten. Am einfachsten sind Nachfragen aller Art oder Änderungen am Vertrag über die Telefon- Hotline des Providers vorzunehmen. Nur sehr wenige Anbieter ermöglichen diesen Service auch über das Internet.

Änderungswünsche bezüglich eines günstigeren Vertrags

  • Stellt der Kunde fest, dass sich bei ihm in der Zwischenzeit ein günstigerer Vertrag anbieten würde, stellen sich die meisten Anbieter stur. Auch im Mobilfunkbusiness ist der Preiskampf inzwischen so stark, dass eine Änderung für den Anbieter Verluste bedeuten kann. Ist der Provider zu gar keinem Kompromiss bereit, kann sich jedoch der Hinweis auf einen Anbieterwechsel nach dem Ablauf der Vertragsfrist positiv auf dessen endgültige Entscheidung auswirken.
  • Wer bereits bei Vertragsabschluss davon ausgeht, seinen Tarif innerhalb der nächsten beiden Jahre ändern zu wollen, ist gut beraten, sich nach flexiblen Tarifen umzusehen. Einige Anbieter halten die Option bereit, die Flatrate für SMS und Internet oder die Anzahl der Freiminuten von Monat zu Monat neu zu bestimmen.
  • Wer es völlig unkompliziert mag, dem sei grundsätzlich ein Prepaid- Tarif empfohlen. Bei diesem lassen sich, je nach Anbieter, meist monatlich alte Optionen abbestellen und neue hinzubuchen. Sollte der Kunde irgendwann im Sortiment des alten Providers nicht mehr das passende Angebot finden, ist er an diesen nicht mehr länger gebunden.
  • Erscheint die Prozedur auch umständlich, sollte jeder seinen Handyvertrag ändern, wenn sich die Möglichkeit eines günstigeren Vertrags bietet. Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.