Handyvertrag per E-Mail kündigen - gehts das?

Einen Handyvertrag per E-Mail kündigen, kann oft ungewünschte Nebenwirkungen haben, wie zum Beispiel, dass die Kündigung gar nicht angenommen wurde.


Oftmals sind es veraltete Handyverträge mit zu hohen Telefonkosten, von welchen man sich entledigen möchte. Gibt es doch heutzutage schon Netzanbieter, welche durch unzählige Freiminuten und freie SMS bestechen und dazu noch eine günstige Grundgebühr haben. Doch bevor man einen neuen Vertrag abschließt, sollte man sich von dem alten Vertrag verabschieden.

 

 

Wie Sie Ihren Handyvertrag kündigen

  • Sie müssen zuerst beachten, wie lange die Vertragsdauer noch ist. Oftmals werden Verträge für zwölf, achtzehn oder vierundzwanzig Monate abgeschlossen. Drei Monate vor Vertragsende sollten Sie den Vertrag kündigen, da es sogenannte Kündigungsfristen gibt.
  • Sollten Sie diese Frist versäumt haben, ist es möglich, dass der Vertrag automatisch um zwölf oder vierundzwanzig Monate verlängert wird. Eine Variante für eine Kündigung ist folgende: Und zwar den Handyvertrag per E-Mail kündigen. Eine neue Variante, welche durchwegs seine Tücken hat und auf dieser Seite nicht empfohlen wird.

 

Warum man den Handyvertrag nicht per E-Mail kündigen sollte

  • Da durch die Vertragsunterzeichnung ein bindenden Rechtsgeschäft abgeschlossen wurde, welches durch beide Unterschriften (die Unterschrift des Käufers sowie die Unterschrift des Verkäufers)bekundigt wurde, muss somit von der kündigenden Person eine Unterschrift unter der Kündigung gesetzt werden. Es ist natürlich möglich ein Schriftstück aufzusetzen, zu unterschreiben, einzuscannen und an den Netzanbieter via Mail zu senden, doch erweist sich diese Variante als kompliziert und nicht sicher.
  • Lesebestätigungen, Empfangsbestätigungen helfen Ihnen nicht, wenn die Kündigungsfrist verstrichen ist, da E-Mails oftmals verloren gehen. Bei entsprechendem Nachweis (wie oben ausgeführt) ist es natürlich möglich, dass das E-Mail intern verloren ging, da es zu Beginn an eine E-Mail Adresse gesendet wurde, welche nicht für die Kündigung des Vertrages zuständig war.

 

  • Es ist also nicht leicht den Handyvertrag per E-Mail kündigen zu können; gibt es doch immer wieder Argumente, dass der Vertrag verlängert werden muss, da die Kündigungsfrist überschritten wurde, da nie eine Mail ankam. Auch die Tatsache, dass eine gescannte Unterschrift nicht anerkannt werden muss, ist ein Faktum, welches als erschwerend zu gelten hat. Oftmals, vor allem bei Rechtsgeschäften, sollte man auf moderne Technologie verzichten und den alten eingeschriebenen Brief verwenden.