Handyvorwahlen: Welche Nummer zu welchem Netzanbieter?

Handyvorwahlen in Österreich sind ein undurchsichtiges Phänomen in der heutigen Zeit und können die Nutzer schnell verwirren.


Als es noch das D-Netz gab und die einzige Handyvorwahl 0663 war, war das Monopol des Handyanbieters ein überschaubares und auch teures Geschäft für alle Handykunden. 20 Jahre später hat jeder ein Handy, wenn nicht sogar zwei, der Kunde kann zwischen den billigsten Handyanbietern wählen und ist im Grunde öfter erstaunt, wenn eine Handynummer anruft, deren Vorwahl er bis heute gar nicht gekannt hat.

Die Vorwahlen

  • In Österreich gibt es fünf anerkannte Handyvorwahlen. Mobilkom hat die Vorwahl 0663 beziehungsweise 0664. TeleRing hat die Vorwahl 0650, T-Mobile die altbekannte 0676 Vorwahl, One 0699 und der jüngste aller Anbieter Drei 0660. Mobilkom, besser bekannt als A1, überzeugt mit dem angeblichen besten Netz österreichweit, hat aber im Gegenzug im Vergleich die teuersten Preise aller Handyanbieter, somit ist die Vorwahl 0663 beziehungsweise 0664 für den Handynutzer die teuerste Alternative. TeleRing mit 0650 lockt mit günstigen Angeboten und weist mit permanenten Werbegeschenken darauf hin, dass - wie jetzt zum Beispiel - für alle Neukunden die Handys gratis sind.
  • T-Mobile, eines der am längsten dienenden Handynetze, hat auch die beste werbetechnische Linie, bietet Neukunden einen Wechselbonus an und bietet Tarife für alle Altersgruppen, vom Jugendtarif bis zum Seniorentarif ab 55+. One, welches heute Orange heißt, bietet europaweites Telefoniervergnügen mit unvergleichbaren Angeboten, welche aber durchwegs die obere Preiskategorie sind. Drei, der jüngste Handyanbieter, welcher bei den Handyvorwahlen die Nummer 0660 hat, besticht durch europaweites Gratis-Telefonieren bei speziellen Tarifen, bietet seinen Neukunden die neuesten Handys und besticht mit außergewöhnlich günstigen Tarifkonditionen die Neukunden.

Verwirrend bleibt es trotzdem

  • Es ist schwer sich für einen Anbieter zu entscheiden. Aber auch die Problematik der Neuzeit ist eingetreten, dass durch Angebote der Handyanbieter es möglich ist, sich die Handyvorwahlen in das fremde Netz mitzunehmen. Das bedeutet, dass man 0676 anruft, aber schlussendlich im Netz von 0650 landet, was einem als Anrufer zu Beginn des Telefonats durchgesagt wird.
  • Somit hat die Vorwahl - im Nachhinein betrachtet - wenig mit dem Handyanbieter zu tun, sondern meist nur den Vorteil, dass man nach jahrelange Kundschaft bei einem Netzanbieter problemlos nach Vertragsende wechseln und seine Nummer mitnehmen kann.