Harnstoff und Argininhydrochlorid bei Hauttrockenheit

Hauttrockenheit ist auch eine Alterserscheinung, das der Wasserhaushalt aufgrund des voranschreitenden Abbaus der Hyaluronsäure instabil ist. Es kann zu Juckreiz und schuppiger Haut kommen. Cremes aus Harnstoff oder Argininhydrochlorid können helfen, das Hautbild zu verbessern


Hauttrockenheit ist eine der typischen Veränderungen der Altershaut, daher werden rückfettende Cremes (zum Beispiel Urea 5 - 10 %) und wasserbindende Externa verwendet, um den Wasserhaushalt der Haut zu stabilisieren. Viele dermatokosmetischen Produkte können nicht nur das optische Erscheinungsbild verbessern, sondern auch einer Reihe von Dermatosen vorbeugen. Wichtig ist es dem Flüssigkeitsverlust der Haut im Alter auszugleichen, demnach sollten feuchtigkeitsspendende Cremes und Emulsionen regelmäßig verwendet werden. Den harnstoffhaltigen Externa ist besondere Aufmerksamkeit geboten, denn Harnstoff hat ein sehr hohes Wasserbindungsvermögen in der Haut.

Reizlinderung
Harnstoffhaltige Cremes haben lindernde Wirkung bei Juckreiz und schuppiger Haut. Mit zunehmendem Alter reduziert sich der natürliche Anteil von Harnstoff in der Epidermis als Folge der starken Verhornung der Keratinozyten und die weniger aktiven Talgdrüsen. Im Zusammenhang mit dem Wassergehalt in der Haut ist Arginin zu nennen. Aus Arginin wird mittels des Enzyms Arginase Harnstoff abgespalten. Somit führt die äußere Anwendung von Argininhydrochlorid zu einer gesteigerten Harnstoffsynthese der Hornhautzellen, die somit ebenfalls für eine Reduktion der Hauttrockenheit sorgen. Der Vorteil argininhaltiger Salben zu den harnstoffhaltingen Externa könnte folglich die Ankurbelung des natürlichen dermalen Enzymsystems sein, denn vermehrtes Substrat (Arginin) führt zu einer erhöhten Umsetzung in Harnstoff.