Hartnäckige Schädlinge: Lebensmittelmotten

Lebensmittelmotten holt man sich meist mit Einkäufen in die Wohnung. Die Bekämpfung hingegen ist nicht so leicht.


Als Lebensmittelmotten bezeichnet man die Dörrobstmotte, die Mehlmotte und die Getreidemotte. Am häufigsten treten Dörrobstmotten auf. Ihre Larven sind gelblich-weiß, sie werden bis 1,5 Zentimeter groß. Bei der Motte sind die Flügel braun und haben ein rotbraunes Muster. Mehlmotten sind grau, Getreidemotten sind hellbraun und haben dunkelbraune Flecken, ihre Form ist dreieckig.

Gefährlich für die Gesundheit
Die Schädlinge vergehen sich an Getreideprodukten, Gewürzen, Nudeln, Schokoladen, Tee, Kaffee aber auch an Trockenfutter von Haustieren. Oft verstecken sich die Schädlinge in Biolebensmitteln, die ja ungespritzt sind. Die Motten verderben die Lebensmittel durch ihre Ausscheidungen und Gespinste. Auf diesen können sich außerdem Milben oder Pilze ansiedeln. Die verdorbenen Lebensmittel sind gefährlich für den Menschen und können allergische Reaktionen, Schleimhautreizungen und Darmerkrankungen auslösen.

Vorbeugen: wenig Vorräte
Lebensmittelmotten weisen nicht auf einen schlampig geführten Haushalt hin. Man holt sich die Tiere durch Vorräte ins Haus. Deswegen sollte man keinen Gries, Mandeln Nüsse und Ähnliches auf Vorrat kaufen. Diese und andere Backzutaten werden meist nicht häufig gebraucht, weswegen sich die Schädlinge in den Verpackungen ungestört entwickeln können und sich durch das Plastik beißen können. Besonders in Einbauküchen können sich die Motten gut verstecken, deswegen sollte man zweimal im Jahr die Schränke auswischen und schwer erreichbare Ritzen beföhnen.

Eier können überall sein
Die Lebensmittelmotten legen ihre Eier in jede Ritze und in jedes Loch. Deswegen sollte man alles ganz genau untersuchen. Auch in Tapetenritzen und Gardinenstangen können sich die Larven verstecken. Ein anderer Lieblingsplatz der Larven der Lebensmittelmotten sind die kleinen vorgebohrten Löcher in Vorratsschränken. Hat man Larven entdeckt, sollte man alle Lebensmittel genau unter die Lupe nehmen – und lieber zu viel als zu wenig wegschmeißen. Einen Befall erkennt man an Spinnfäden, Kot oder Fraßschäden an der Verpackung.

Die Bekämpfung
Zur Bekämpfung der kleinen Flugschädlinge sollten Sie ihre Schränke Essigwasser auswische. Kleine Lavendelsäckchen können die Motten außerdem abschrecken. Kontrollieren Sie Ihre Lebensmittel regelmäßig, besonders Backzutaten wie Nüsse und Rosinen müssen gut verpackt werden. Folie oder Papier schützen nicht vor einem Lebensmittelmottenbefall. Handelt es sich um Mehlmotten, kann es helfen, Lorbeerblätter auszulegen. Mithilfe von Klebefallen kann man kontrollieren ob die eigene Küche befallen ist, sie dienen aber nicht der Bekämpfung der Schädlinge. Denn nur die Männchen gehen an die Fallen, die Weibchen legen weiterhin ihre Eier ab. Die Fallen müssen regelmäßig erneuert werden. Pro Raum sollte nur eine Falle verwendet werden, die Motten sind sonst verwirrt. Insektizide einzusetzen ist nur bedingt sinnvoll. Denn diese sind oft auch für Mensch und Haustier gefährlich.
Schlupfwespen helfen stattdessen biologisch gegen den Schädlingsbefall, diese legen ihre Eier in den Mottenlarven ab: Die Wespen fressen also die Mottenlarven. Sind die Motten vertrieben worden, verschwinden auch die Schlupfwespen. Präparierte Karten gibt es im Fachhandel.