Hatha Yoga: Der bekannteste Teil des Yoga

Bei Hatha Yoga handelt es sich nicht um eine besondere Variante, sondern um den körperlichen Aspekt des Yoga.


Seit Yoga sich immer mehr im Westen verbreitete und bekannter wurde, entstand ein gewisses Bild, welches Menschen in den Sinn kommt, wenn sie den Begriff „Yoga“ hören. In der Regel ist es geprägt von der Vorstellung, wie ein Mensch in meditativer Entspannung verschiedene Positionen einnimmt und hält, die manchmal Verrenkungen gleichen. Woran wir also bei Yoga denken, ist der Teil der Yoga-Philosophie, der den Körper einbezieht, das Hatha Yoga. Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine Menge anderer Bereiche, die sich zum Beispiel mit der Entwicklung des Geistes oder dem Handeln beschäftigen. Auch stellt Hatha-Yoga eine Vorstufe des Raja-Yoga dar. Wer sich ernsthaft mit der Yogaphilosophie beschäftigen möchte, muss also weitermachen und lernen. Yoga umfasst als Lebensphilosophie also entsprechend auch viele mehr Aspekte, als nur den Körper-Geist- Einklang. In den Fitness-Studios finden wir hierzulande viele Kursangebote im Hatha-Yoga, da es auch ein gutes Körper- und Bewegungstraining ist.

Sonne und Mond
Der Begriff Hatha setzt sich aus den Worten Ha und Tha aus dem Sanskrit zusammen. Der erste Teil bedeutet Sonne und der zweite Mond. Mond und Sonne stehen traditionell für gegensätzliche Energien und Gegensätze im Allgemeinen. Durch den zusammengesetzten Begriff Hatha wird klar worum es bei Hatha-Yoga geht, nämlich darum, gegensätzliche Energien zusammenzubringen und auszugleichen. Hatha Yoga besteht aus zwei Bereichen. Einmal gibt es den körperorientierten Teil, nämlich die unterschiedlichen Yogastellungen, die man mit dem Körper einnimmt. Sie werden Asanas genannt. Der zweite Bereich umfasst Methoden zur Tiefenentspannung. Dies sind Atemtechniken, die Pranayamas genannt werden und sich an den Geist richten. Im Hatha-Yoga werden beide zusammengebracht.

Gegensätze vereinen und Lebensführung verbessern
Das Hatha Yoga vereint also die Gegensätze Körper und Geist, sodass man eine gute Wechselwirkung zwischen beiden herstellen kann. Es ähnelt hierbei stark dem chinesischen Ying-Yang-Prinzip. Ha steht nämlich für Sonne, das männliche erwärmende Pronzip und Tha steht für den Mond, das Kühle und Weibliche. Durch das Körpertraining in Verbindung mit der Atmung, die den Geist berührt, wird höheres Selbst (Geist) und niederes Selbst (Körper) zusammen und in Einklang gebracht. Ein positives Zusammenwirken ist möglich. Abgesehen von diesem Übungsteil, enthält das Hatha-Yoga außerdem eine Reihe praktischer Tipps für eine bessere Lebensführung, die sich natürlich auch stark auf Körper und Geist. Dazu gehört zum Beispiel eine vegetarische Vollwerternährung.