Haushaltsbuch führen: Disziplin zahlt sich aus

Wenn Sie ein Haushaltsbuch führen, können Sie genau abwägen, wieviel sie ausgeben. Besteht ein Minus, kann der Lebensstil geändert werden.


Wer kennt es nicht: Man holt einen Fünfzig-Euroschein von der Bank, und nimmt sich vor, damit wenigstens eine ganze Woche auszukommen, doch seltsamerweise ist das Geld bereits am nächsten Tag schon wieder weg. Wohin? Daran erinnern wir uns nicht. Menschen, die den Spruch “Am Ende des Geldes ist noch soviel Monat übrig“ zu ihren Lieblingssätzen zählen, sind gut beraten, ein Haushaltsbuch zu führen.

Haushaltsbuch führen: Vorteile
Mithilfe eines Haushaltsbuchs lässt sich leicht Ordnung in die persönlichen Finanzen bringen. Man muss kein Mathegenie sein, lediglich Disziplin ist vonnöten, um auch von den Vorteilen profitieren zu können. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ist das tägliche Notieren der Ausgaben jedoch ein fester Bestandteil des Alltags. Wichtig ist zudem, dass Sie ein Buch mit einer für Sie angenehmen Einteilung finden, denn nur dann werden Sie das Buch auch regelmäßig ausfüllen. Die Verbraucherzentralen bieten Haushaltsbüchr an, die mit wertvollen Tipps ergänzt sind. Auch im Internet gibt es Vordrucke.

Die Einnahmen
Füllen Sie für jeden Monat Ihre festen Einnahmen auf. Dazu gehören natürlich das Nettoeinkommen, aber auch Kindergeld, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Zinsen Ihrer Geldanlagen, Einnahmen aus Steuerrückzahlungen sowie Bargeld von Weihnachts- und Geburtstagsfeiern. Diese Einnahmen zählen Sie alle zusammen.

Feste Ausgaben
Die zweite wichtige Spalte bilden die festen Ausgaben. Dazu gehören Miete, Kosten für Gas, Strom, Telefonanschluss und Internet. Da viele Beträge viertel-, halbjährlich oder jährlich vom Konto abgebucht werden, müssen Sie auf den Kontoauszügen nachverfolgen, wann sie was zahlen. Die Ausgaben für die GEZ, Versicherungen, Vereine und Steuern sollten Sie in monatliche Beträge umrechnen. Auch diese Kosten werden zusammengerechnet.
Die Differenz zwischen den Einnahmen und den festen Ausgaben bildet das Ihnen zur Verfügung stehende Monatsbudget.

Veränderliche Ausgaben
Vom Monatsbudget bestreiten Sie Ihren Lebensunterhalt. Auch die Kosten für Ihren persönlichen Lebenswandel müssen Sie schriftlich festhalten. Die Spalten für die veränderlichen Ausgaben sollten Sie selbst wählen. Sind Sie beispielsweise Hundehalter und stecken viel Geld in Ihren haarigen Liebling, dann sollte eine Spalte mit „Haustier“ betitelt sein. Auch Lebensmittel, Kleidung oder Bildung könnten mögliche Namen sein. Weitere Möglichkeiten: Kino, Geschenke, Kosmetik, Zeitschriften und Bücher und so weiter. Bewahren Sie von nun an alle Quittungen und Rechnungen auf, am besten seperat, auch für Garantieansprüche ist diese Vorgehensweise nötig. Am Ende eines Tages nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit und notieren alle Ausgaben des Tages im Haushaltsbuch. Addieren Sie die Beträge regelmäßig, so bewahren Sie den Überblick und können schnell erkennen, ob Ihr Budget noch ausreicht.

Einsparpotential erkennen
Ähnlich einem Geschäftsinhaber müssen auch Sie regelmäßig Bilanz ziehen. Wenn Sie am Ende des Monats regelmäßig Minus haben, müssen Sie Änderungen an Ihrem Lebensstil vornehmen. Ein Haushaltsbuch führen ist ein wichtiges Hilfsmittel, das Ihnen hilft, zu erkennen, wofür Sie Ihr Geld ausgeben. Hinterfragen Sie Kaufentscheidungen und planen Sie wöchentliche Budgets für Lebensmittel und Körperpflegeprodukte ein. Wird dieses überschritten, müssen Sie entweder an anderer Stelle einsparen oder haben beim nächsten Einkauf weniger Geld zur Verfügung. Sind Sie ein echter Haushaltsbuch-Profi erhalten Sie den sogenannten Saldo, dieser bezeichnet den Überschuss aus Budget und den monatlichen Ausgaben. Dieses Plus können Sie sparen, für Notzeiten oder Reperaturen zurücklegen oder gewinnbringend anlegen.