Haushaltsunfälle: Vielfältige Gefahrenquellen

Haushaltsunfälle passieren öfter als man denkt. Die häufigste Verletzung ist, dass sich die Menschen schneiden. Es empfiehlt sich, die Wunde einfach bluten zu lassen, um Infektionen auszuspülen


Viele Unfälle passieren in den eigenen vier Wänden. Zu den häufigsten Verletzungen im Haushalt gehören Schnittwunden. Sie charakterisieren sich durch tiefe Verletzungen der Haut, die bedingt durch den Schnitt glatte Wundränder aufweisen. Damit Krankheitserreger und Schmutz aus der Wunde herausgespült werden, ist es sinnvoll, eine Schnittwunde einfach bluten zu lassen und sie mit einem Wundschnellverband zu versogen. Bei größeren Schnittwunden sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen, damit dieser gegebenfalls die Wunde nähen kann. Als Nachbehandlung können desinfizierende Salben den Wundheilungsprozess unterstützen.

 

Vorsicht Haushaltsfalle
Nicht selten rutschen manche Menschen auch im Bad auf dem glitschigen Boden aus. Das passiert gerne durch Unachtsamkeit beim Verlassen der Dusche. Wenn man sich hierbei eine Platzwunde zum Beispiel durch Aufprall auf dem Hinterkopf zuzieht, kann es zu zerfetzten Wundrändern und tiefen Wundtaschen kommen. Nur ein Arzt kann diese Art der Verletzung versorgen. Dabei kann er auch feststellen, ob der darunter liegende Knochen verletzt wurde. Für den Transport zum Arzt oder ins Krankenhaus reicht es aus, als Erste Hilfe eine sterile Kompresse auf die Wunde zu legen und diese mit einer Binde zu fixieren.

 

Hoch hinaus

Zu weitaus schlimmeren Folgen kann es bei Stürzen von der Leiter, zum Beispiel beim Gardinen aufhängen, oder der Treppe kommen. Fällt man ungünstig, kann es nicht nur zu schmerzhaften Prellungen sondern im Extremfall auch zu Knochenbrüchen kommen. Daher sollten Sie bei Tätigkeiten dieser Art stets besonders aufmerksam sein.

 

Tierische Mitbewohner
Manche Haushaltsunfälle können auch durch Haustiere entstehen. Insbesondere Bisswunden von Hunden, Katzen, Vögeln aber auch Nagetieren sind nicht nur schmerzhaft sondern bergen die Gefahr einer Infektion. Deshalb sollte eine solche Wunde immer von einem Arzt behandelt werden. Besonders dann, wenn die Gefahr besteht, dass das Tier, von dem man gebissen wurde, mit Tollwut infiziert ist. Auch sollten Sie Ihren Tetanusimpfschutz überprüfen.

 

Tipps und Erste Hilfe
Bei kleinen Verbrennung hilft gegen den Schmerz die Kühlung der Wunde. Für die weitere Versorgung sollte man je nach Größe der verbrannten Fläche ebenfalls einen Arzt konsultieren. Generell gilt, im Haushalt wimmeln lauter Verletzungsgefahren. Daher sollte man bei allem, was man tut stets sehr vorsichtig sein. Denn nicht alle Haushaltsunfälle finden ein gutes Ende.