Eine Schwangerschaft ist für jede Frau eine Zeit intensiver Körpererfahrung. Es ist eine schöne Zeit, in der werdende Mütter frisch und strahlend aussehen. Ihre Haut ist schön und prall – ein willkommener Nebeneffekt. Denn die Veränderung im Hormonhaushalt regt zusätzlich den Stoffwechsel an und die Durchblutung wird intensiver. Die vermehrte Wassereinlagerung wirkt straffend und gleicht eventuelle Fältchen aus.
Diese Zeit kann aber auch anstrengend sein – für das seelische Befinden genauso wie für die Haut. Da die Haut besonders betroffen ist, sollte die Hautpflege in der Schwangerschaft umgestellt werden.
Körperpflege auf die sanfte Art
Hormonelle Veränderungen führen nicht selten zur starken Trockenheit und die Haut spannt unangenehm. Oder das Gegenteil kann auftreten: Die Haut wird fettiger. In solchen Fällen werden milde Produkte mit hautneutralem, leicht saurem pH-Wert von 5,5 empfohlen. Sie reizen nicht und halten die Haut im Gleichgewicht. Bei fetter Haut sollten nach Bedarf Produkte gegen Akne verwendet werden. Diese Veränderungen gehen nach der Entbindung spontan zurück und die Haut normalisiert sich.
Auf den Sonnenschutz achten
Das gilt ebenfalls für Pigmentstörungen und Sommersprossen, die jetzt stärker auftreten können. Das hängt damit zusammen, dass die Haut besonders sonnenempfindlich geworden ist. Daher sind eine Tagescreme und ein Sonnenschutzmittel mit UVA- und UVB-Schutz an sehr sonnigen Tagen empfehlenswert.
Besonders wichtig – rechtzeitige Vorbeugung der Schwangerschaftsstreifen
Wenn die Haut sich dehnt, um dem wachsenden Baby Platz zu machen, können sich in Verbindung mit hormoneller Auflockerung Schwangerschaftsstreifen und Rissstellen auf Bauch, Hüften, Gesäß, Oberschenkeln und Oberarmen bilden. Dagegen kann man bereits schon in der Frühschwangerschaft kämpfen. Eine wirkungsvolle Vorbeugung entsteht durch Bewegung und Gymnastik, aber auch durch regelmäßige Zupfmassage der Haut mit einem Hautöl auf natürlicher Basis mit Inhaltsstoffen wie Vitamin E. Kurz vor dem Entbindungstermin sollte die Zupfmassage durch sanftes Streichen des Babybauchs mit Öl ersetzt werden.
Neue Geruchswelten entdecken
Viele werdende Mütter merken plötzlich, dass sie den Geruch von ihren vertrauten und beliebten Pflegeprodukten nicht mehr ertragen können. Diese Überempfindlichkeit gegen bestimmte Riechstoffe ist während der Schwangerschaft normal. Die Frauen müssen in solchen Situationen ihre Pflege umstellen und solche Produkte kaufen, deren Geruch sie als angenehm empfinden. Hier haben sich natürliche Düfte wie Ringelblume oder Kamille gut bewährt.
Vorsicht bei Wahl der Pflegeprodukte geboten
Beim Kauf neuer Produkte für die Hautpflege in der Schwangerschaft muss eine werdende Mama darauf achten, dass sie sich nicht nur nach äußeren Faktoren wie beispielsweise Geruch oder Verpackung richtet, sondern auch die Inhaltsliste der jeweiligen Pflegeprodukte genau studiert. Es soll sichergestellt werden, dass von den verwendeten Hautpflegeprodukten keinerlei Gefahr sowohl für die Mutter als auch für das Kind ausgeht.