Heckenpflanzung - so geht`s

Eine prächtige und dichte Heckenpflanzung ist der Stolz jedes Gartenbesitzers und mit der richtigen Sorte kein unerfüllter Traum.


Eine schöne, dichte Hecke ist der Stolz eines jeden Gartenbesitzers. Gleichmäßig und möglichst dicht sollte sie sein. Eine hohe Heckenpflanzung begrenzt Grundstücksgrenzen, ohne starre Abgrenzungen zu schaffen. Aber auch niedrige Hecken, innerhalb des Grundstücks, haben Ihren Reiz. Zum Beispiel lassen sich, durch eine kleinere Heckenpflanzung, gemütliche Sitzecken schaffen. Zunächst markiert man den Standort der späteren Hecke. Dazu sollten man sich eine Schnur spannen, damit die Heckenpflanzung später einen geraden Verlauf erhält. Entlang dieser Schnur kann nun ein etwa 30 Zentimeter tiefer, spatenbreiter Graben ausgehoben werden.
Legt man die jungen Pflanzen zunächst, entlang des Grabens, aus. So kann man die Pflanzabstände besser kontrollieren. Vor dem Einpflanzen ist es ratsam, die Pflanzerde mit Kompost oder organischem Dünger anzureichern. Nun können die jungen Pflanzen eingesetzt werden. Man muss darauf achten, dass die Wurzeln nicht abgeknickt werden. Die Erde um die Pflanzen gut andrücken. Man formt um jede Pflanze einen Gießrand, so gelangt das Wasser direkt an die Wurzeln. Zum Schluss kräftig wässern.

Laubhecken
Für eine hohe Heckenpflanzung eignen sich am Besten schnittverträgliche Sträucher. Zu den beliebtesten Klassikern in dieser Gruppe zählen Hainbuche, Liguster und Becher-Eibe. Diese Sorten sind extrem schnittverträglich und schon in wenigen Jahren zur hohen und dichten Hecke herangewachsen. Auch der Kirschlorbeer gewinnt stetig an Beliebtheit. Um den Pflanzenbedarf in dieser Gruppe zu ermitteln, ist die Größe der gekauften Pflanzen maßgebend. Für 40 bis 50 Zentimeter hohe Buchen und Ligusterpflanzen rechnet man vier bis fünf Jungpflanzen auf einen Meter.

Immergrüne Hecken
Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Heckenpflanzungen aus immergrünen Nadelgehölzen, wie die Leyland-Zypresse oder der Thuja-Lebensbaum. Hier genügen, pro laufenden Meter, drei Pflanzen von etwa 50 bis 60 Zentimeter Größe. Da diese Sorten recht schnellwüchsig sind, muss zeitig mit dem Formschnitt begonnen werden. Das ist besonders bei Thuja Sorten wichtig. Oft wird viel zu spät ein Schnitt vorgenommen. Die Folge sind dann verkahlte Seitenflanken. Thuja Lebensbäume treiben nur am grünen Holz neu aus. Wird zu lange mit dem Schnitt gewartet und dann bis tief in die Heckenpflanzung gestutzt, treibt der Lebensbaum an diesen Stellen nicht mehr aus und die gefürchteten kahlen Stellen entstehen.

Niedrige Hecken
Für eine formale Gestaltung von niedrigen Einfriedungen oder Wegbegenzungen bietet sich eine Heckenpflanzung aus Buchsbaum an. Hierfür eignen sich am Besten 15 bis 20 Zentimeter hohe, kräftige Stecklinge. Auf einen Meter rechnet man etwa fünf bis sieben Pflanzen. Bereits im ersten Frühjahr kann schon ein Formschnitt erfolgen. Buchsbaum ist extrem schnittverträglich und schon nach wenigen Jahren eine attraktive Hecke.

Ansprüche
Die meisten, im Handel angebotenen, Heckenpflanzen sind ausgesprochen anspruchslos und gedeihen auf nahezu jedem Boden und eignet sich daher hervorragnd zur Heckenpflanzung. Liguster kommt sogar mit dem Wurzeldruck hoher Bäume gut zurecht. Die Lage kann sonnig oder schattig sein, lediglich der Kirschlorbeer mag kein allzu raues Klima oder strengen Frost.