Heilkostenplan: Voraussetzung für Festzuschuss bei Zahnersatz

Der Heilkostenplan enthält alle Informationen, die den Zahnersatz betreffen. In ihnm ist festgehalten, wann der Arzt welche Behandlung durchführen sollte und wieviel die Krankenkassen bezuschussen.


Ein Heil- und Kostenplan (HKP) fasst alle Informationen zusammen, die der Patient und seine Krankenkasse benötigt, wenn Zahnersatz erforderlich ist. Er stellt eine Art Kostenvoranschlag dar und enthält außerdem eine genaue Dokumentation dessen, was mit welchem Material an welchem Teil des Gebisses geschehen wird. Des Weiteren ist diese Aufstellung die Grundlage für eine mögliche finanzielle Beteiligung durch die Krankenkasse. Sie ist vor jeder Behandlung mit Zahnersatz bei dieser einzureichen und Basis einer verbindlichen Zusage über die finanzielle Beteiligung. Ohne einen solchen Plan und dessen Bestätigung durch die GKV erhält der Patient auch verbindlich vereinbarte Festzuschüsse nicht. Für gesetzlich Versicherte ist ein solcher Plan kostenfrei aufzustellen, wenn er anschließend bei der Kasse eingereicht wird. Dies gilt auch dann, wenn der Betroffene die darin beschriebene Behandlung doch vorher ablehnt. Für reine Privatleistungen im Bezug auf den Zahnersatz, also solchen, an denen sich die Krankenkasse in keiner Weise beteiligt, können auch die Kosten für den HKP vom Patienten gefordert werden.
 

Heilkostenplan schützt nicht vor höheren Kosten

Der HKP ist – was die Kosten angeht – nicht vollständig verbindlich, das heisst, am Ende kann der Preis ein höherer oder geringerer sein, je nachdem, wie sich der zuvor vereinbarte Plan in der Praxis umsetzen lässt und welche unvorhergesehenen Komplikationen zusätzlich auftreten. Auch höhere Kosten für das Material oder das Labor können den Preis erhöhen. Dabei dürfen sich die Abweichungen nur auf tatsächlich unkalkulierbare Faktoren beziehen, nicht jedoch beispielsweise auf die Summe des Arzthonorars. Zu beachten ist, dass eine solche Aufstellung nach der Genehmigung nur ein halbes Jahr gültig ist. Innerhalb dieser Zeit muss daher auch die im Plan verankerte Therapie abgeschlossen sein. Seit 2005 besteht das Formular des Heilkostenplans aus zwei Teilen. Dabei enthält der erste die hauptsächlichen Informationen, die auch die Krankenkasse benötigt einschließlich der voraussichtlich vom Patienten zu tragenden Summe. Der zweite Teil ist dann von Bedeutung, wenn der Patient eine über die Regelversorgung hinausgehende Behandlung erhalten soll. In diesem Fall werden auf dem gesonderten Blatt sämtliche Eigenanteile zusammengefasst.