Bei Beschwerden der Harnwege, egal ob es sich um eine Blasenentzündung oder eine gutartige Vergrößerung der Prostata handelt, kann man auf verschiedene Heilpflanzen zurückgreifen.
Gegen Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte
Bei Blaseninfektionen oder Infekte der Harnwege greifen viele wie selbstverständlich auf Blasen- und Nierentees zurück. Birkenblätter, Schachtelhalmkraut und die Hauhechelwurzel regen die Nieren an, die wiederum die Harnproduktion anregen. So werden die Keime aus dem Körper gespült.
Bei Infekten der Harnwege und Blasenentzündungen helfen ebenfalls Bärentraube, Birke, Meerrettich und Brennessel. Ist die Erkrankung jedoch hartnäckig, ist ein Arztbesuch unumgänglich, ansonsten könnte sich das Nierenbecken entzünden.
Zur Vorbeugung Cranberries
Wer regelmäßig unter Blaseninfektionen leidet, sollte vorbeugend Cranberries, beziehungsweise Preiselbeeren essen, die sauren Beeren wirken einer Entzündung entgegen. Cranberries sind schwerer zu bekommen als Preiselbeeren, zeichnen sich jedoch durch einen milderen Geschmack aus, weswegen sie gut roh gegessen werden können. In ihrem Aussehen erinnern sie an Preiselbeeren, sie sind jedoch größer.
Bärentraubenblätter
Bärentraubenblätter desinfizieren und können so Bakterien bekämpfen. Für einen Tee müssen die Blätter in kaltem Wasser angesetzt werden. Brüht man ihn nämlich sofort auf, entsteht viel Gerbsäure, die im schlimmsten Fall zu Übelkeit führen kann. Verwenden Sie drei Gramm Blätter pro 150 Mililiter Wasser. Bei einer Blasenentzündung empfiehlt es sich, vier Tassen täglich zu trinken. Haben sich die Symptome nach spätestens einer Woche nicht verbessert, müssen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Um die Wirkung zu verstärken, können Sie ergänzend harntreibende Tees trinken.
Goldrute
Goldrute lindert Beschwerden einer entzündeten Blase, mildert Unterleibsschmerzen, sowie Probleme beim Wasserlassen und plötzlichen Harndrang. Es wirkt harntreibend und spült so Bakterien und selbst kleine Harnsteine heraus. Gleichzeitig wirkt Goldrute krampflösend und entspannt so die Blasenmuskulatur. Gießen Sie zwei Gramm Goldrutenkraut mit heißem Wasser auf, lassen Sie den Tee zehn Minuten ziehen. Trinken Sie dies mehrmals täglich zwischen den Mahlzeiten. Wem das zu aufwändig ist, kann auch auf Fertigarzneimittel mit Goldrute zurückgreifen.
Bei Prostatahyperplasie Arzneikürbis
Der Arzneikürbis lindert Beschwerden bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Er verringert die Gefahr einer Infektion und mindert den häufigen Harndrang. Als besonders wirksam gelten die Kerne: Essen Sie morgens und abends einen gehäuften Esslöffel oder nehmen Sie ein Fertigarzneimittel ein. Außerdem sollten Sie schleunigst zum Urologen, da der Arzneikürbis keinen Einfluss auf die Vergrößerung der Prostata hat.
Bei einer Prostatahyperplasie helfen ebenfalls Brennnessel und Sägepalme.