Heilpflanzen bei Diabetes

Positiv auf den Krankheitsverlauf wirken auch einige Heilpflanzen bei Diabetes. Bei uns finden Sie eine Liste mit den wichtigsten.


Auch einige Heilpflanzen können sich positiv auf den Krankheitsverlauf eines Diabetikers auswirken. Es sind über 100 Pflanzen bekannt, die antidiabetisch wirken können. Wenn diese Pflanzen starken blutzuckersenkenden Einfluss aufweisen, sind sie aber generell auch zu den Medikamenten zu zählen. Als Unterstützung zur Behandlung von Diabetes eignen sich einige Heilpflanzen, die auch zu einer Blutzuckersenkung beitragen können.

 

Die Einnahme von Heilpflanzen bei Diabetes sollte aber auch stets mit dem Arzt entschieden werden, da diese Mittel sich vielleicht mit sonstigen Medikamenten gegen Diabetes nicht vertragen könnten.

Ginkgo
Ginkgoextrakt kann sich positiv auf die Sehstörungen auswirken und fördert die Durchblutung. Dazu muss dieses Mittel jedoch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die Heilpflanze wirkt gegen die Verklumpung des Blutes und kann so vor Blutgerinnseln und damit Schlaganfällen und Herzinfarkten vorbeugen.

Artischocke
Die Artischocke enthält wertvolle Inhaltsstoffe, wie Bitterstoffe, Gerbsäure, Inulin und Flavonoide. Diese Stoffe wirken Blutzucker senkend und werden auch gegen Übelkeit eingesetzt. Eine besondere Fähigkeit der Artischocke ist es, dass sie den Cholesterinwert reduzieren kann. Aus den Blättern der Pflanze wird die Substanz Cynarosid gewonnen, dieser Stoff führt zu einer vermehrten Ausscheidung von LDL-Cholesterin und senkt die Bildung dieses Cholesterins. In Apotheken, Drogerien und Reformhäusern gibt es Artischockenextrakte als Tee, Kapseln, Tabletten und Säften.

 

Goldrute
Die Goldrute wird auch „Nierenpflanze“ genannt, sie unterstützt die Nierentätigkeit und kann sogar bereits angegriffenes Nierengewebe heilen. Gerade bei Diabetes ist die Nierenfunktion meist eingeschränkt, die Niere braucht Unterstützung. Man kann Goldrute als Tee oder in Tropfenform zu sich nehmen. Bei starken Nierenschäden ist diese Heilpflanze jedoch nicht geeignet.

Knoblauch und Bärlauch
Knoblauch enthält eine Reihe von Inhaltsstoffen, die äußerst positiv auf den Blutfett- und Cholesterinspiegel wirken können. Daneben soll auch der Blutfluss verbessert werden können. Bärlauch sagt man ebensolche Wirkung nach.

Grapefruit und Aloe Vera
In Saftform soll Grapefruit den Blutzucker senken, indem die Wirkstoffe die Insulinaktivität stimulieren. Generell fördert Grapefruit den (Zucker-)Stoffwechsel, daher geht man auch davon aus, dass diese Zitrusfrucht beim Abnehmen sehr unterstützend wirkt. In einer Pilotstudie konnte festgestellt werden, dass Probanden, die ein Glas Grapefruitsaft am Tag vor der Mahlzeit tranken, besser und schneller abnahmen, als Personen die ohne Grapefruit auskamen. Anscheinend senken die Grapefruitwirkstoffe den Insulinspiegel direkt nach dem Essen wieder.

Die Blattextrakte der Kaktusarten, aus denen Aloe Vera gewonnen wird, haben ähnlich positive Wirkungen bei Diabetes gezeigt, indem die Produkte den Blutzucker ein wenig senken. Gerade in Hautcremes hat sich Aloe Vera mit dieser Wirkungsweise geäußert.

 

Zimt
Zimt ist schon lange als Heilmittel gegen Diabetes bekannt. Das Gewürz veranlasst, dass die Körperzellen empfindlicher auf Insulin reagieren, die Insulinaktivität wird so gesteigert. Die Blutzuckerspiegelsenkung beläuft sich einer Studie zufolge bei Zimtzugabe von einem Gramm pro Tag auf 29 Prozent. Zudem fallen auch die Cholesterin- und Blutfettwerte auf ein niedrigeres Niveau ab. Das Gewürz kann das Herzinfarktrisiko um ein Viertel senken. Jedoch haben andere Studien diese so positiven Effekte nicht bestätigen können und die Einnahme von Zimtpräparaten bleibt fraglich in ihrem Nutzen. In Nahrungsmitteln ist hier der Ceylonzimt zu empfehlen, da der Gehalt an dem schädigenden Cumarin sehr gering ist im Gegensatz zu herkömmlichen Zimtprodukten.

Grüner Tee
Grüner Tee wird eine äußerst gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Er kann den Körper von innen reinigen, sagt man. Das Tannin des Tees hat hoch antioxidative Eigenschaften, stärkt das Immunsystem und bietet Schutz gegen Umweltreize. Daneben wirken die Sapotine des Tees auf den Cholesterinspiegel und beeinflussen auch den Blutzuckerspiegel positiv. Für Diabetiker eignet sich somit Grüner Tee besonders gut zum Durst löschen, der Tee hebt zudem auch die Stimmung und hat positive Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem.

Kakao
Die in Kakaobohnen enthaltenen Flavonoide haben antioxodative Eigenschaften und günstige Wirkung auf Blutgefäßsysteme, Blutfette und Stoffwechsel. Das schlechte Cholesterin (LDL) wird gesenkt, während das Gute (HDL) ansteigt. Beim metabolischen Syndrom des Diabetes scheint Kakao sehr hilfreich zu sein. Die Insulinresistenz konnte nach Kakaokonsum in einigen Studien gesenkt werden. Das Negative an der Aufnahme von Kakao ist natürlich der oft hohe Kalorien-, Zucker- und Fettgehalt. Daher sind Nahrungsergänzungsmittel mit den Wirkstoffen der Kakaobohne auf den Markt gekommen, die sich für Diabetiker äußerst positiv auswirken können.

Weißdorn
Weißdorn hat gefäßerweiternde Wirkungen. In der Naturheilkunde gehört Weißdorn zu den bedeutendsten Herzmitteln. Daher finden Weißdornpräparate auch bei Diabetes Anwendung, die Durchblutung kann verbessert werden. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.