Heilpflanzen - Wirkungsweise und Bekömmlichkeit

Wer auf Medikamente auf chemischer Basis verzichten möchte, kann auf Heilpflanzen zurückgreifen, denn diese sind nicht nur wirkungsvoll, sondern auch bekömmlcih. Bei Verdauungsproblemen und Durchfall helfen beispielsweise Blaubeeren und Basilikumkraut.


Viele Pflanzen, die heute in der Homöopathie ihre Anwendung finden, wachsen direkt vor der Tür. Doch leider sind die meisten Menschen heutzutage nicht mehr in der Lage, diese Heilpflanzen zu erkennen.

Verdauung und Co.

  • Blaubeeren, auch als Heidelbeeren bekannt, sind nicht nur lecker in Pfannkuchen, als Marmelade oder Kuchen, sie helfen auch bei akutem Durchfall. Oft stehen die kleinen Stöcke am Wegesrand und so kann man die Beeren einfach pflücken.
  • Auch andere Kräuter können positiven Einfluss auf Verdauungsbeschwerden nehmen. Wussten Sie beispielsweise, dass Basilikumkraut, das aus Indien stammt, bei Blähungen helfen kann? Die Pflanze regt den Appetit an und beschleunigt damit den Verdauungsprozess im Körper. Seine harntreibende Wirkung ist dabei nicht zu unterschätzen. Wundern Sie sich daher nicht, wenn Sie nach einem Tee oder dem Verzehr des Krauts öfter auf die Toilette müssen.
  • Einen ähnlichen Effekt erzielen Sie mit dem Genuss von Birkenblättern. Auch frisch vom Baum gepflückt und als Tee aufgebrüht verursacht er eine erhöhte Harnbildung und somit eine vermehrte Wasserausscheidung. Aus diesem hilft er bei bakteriellen Harnwegsinfektionen, da er das Durchspülen der Harnwege unterstützt und somit eine entzündungshemmende Wirkung hat.

Bärlauch – Vorsicht vor dem giftigen Doppelgänger

  • In den letzten Jahren ist Bärlauch immer beliebter geworden. Die Pflanze, die mit dem Geschmackscharakter von Knoblauch zu vergleichen ist, beim Verzehr aber keine üblen Gerüche hervorruft, wird mittlerweile in vielen Speisen verarbeitet. So gibt es Bärlauchnudeln, Bärlauchbrötchen und viele andere Leckereien, in denen Bärlauch als Geschmacksverstärker eingesetzt wird.
  • Auch bei leichten Magen-Darmverstimmungen kann ein Saft aus Bärlauch die Beschwerden lindern. Allerdings sollten Menschen, die mit der Kräuterkunde noch nicht so vertraut sind, ihren Bärlauch lieber auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen kaufen. Denn der Bärlauch hat einen zum Verwechseln ähnlichen Doppelgänger.
  • Die Blätter des grazilen Maiglöckchens sehen fast aus wie die des Bärlauchs. Maiglöckchen sind aber zum Verzehr für den Menschen nicht geeignet. Ganz im Gegenteil, ihre Wirkung ist hochtoxisch und kann sogar zum Herzstillstand führen. Hinzu kommt, dass sie vielerorts an den gleichen Stellen wie Maiglöckchen wachsen und damit für den Laien nicht zu unterscheiden sind.
  • Wenn Sie sich eingehender mit der Materie „Heilkräuter und Heilpflanzen“ befassen möchten, besteht die Möglichkeit, ein Seminar zur Pflanzenheilkunde zu besuchen. Viele Heilpraktiker oder gar Klöster bieten diese Schulungen an und geben so ihr Wissen, das über Jahrhunderte überliefert und stetig ergänzt wurde, weiter.