Heizanlagen - Varianten und Anwendungsgebiete

Es gibt viele verschiedene Heizanlagen, die je nach Art mit den Jahren sehr teuer werden können und unterschiedlich gut für die Umwelt sind.


Wer einen Altbau saniert oder neu baut, steht vor der Frage, welche Heizanlagen am besten geeignet sind. Hier sollte jedoch nicht nur nach dem Anschaffungspreis geschaut werden, sondern auch nach den laufenden Kosten. Teure Anlage können sich langfristig als kostengünstiger herausstellen als andere. Die verschiedenen Anlagen bringen verschiedene Vorteile mit sich und schneiden im Vergleich mit anderen aber auch an manchen Stellen schlechter ab.

Wärmepumpen
Hier gibt es die Varianten Luft-Wasser-, Sole-Wasser-, Wasser-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpe. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe lässt sich einfach installieren und bezieht die Wärme aus der Außen- oder Raumluft. Sie eignet sich für alle Gebäude, die wärmegedämmt sind und keinen oder nur einen kleinen Garten haben. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe bezieht die Wärme aus dem Erdreich und eignet sich für große baumlose Grundstücke. Ein feuchter Boden ist ideal. Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt das Grundwasser und ist für Gebäude mit großem Garten geeignet, die außerhalb von Wasserschutzgebieten liegen. Die Luft-Luft-Wärmepumpe bezieht die Wärme aus der Abluft und ist eigentlich eine Lüftungsanlage. Sie eignet sich für Niedrigenergie- und Passivhäuser. Trotz hohem Anschaffungspreis ist sie die günstigste Alternative, wenn man die Gesamtkosten für 20 Jahre betrachtet.

Heizen mit Holzpellet
Diese Heizanlagen arbeiten mit Holzpellets, die auch Biomasse bestehen. Sie sind umweltfreundlicher als eine Elektroheizung und die Energiekosten sind relativ gering. Die Öfen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und können auch mit Solarthermie verbunden werden. Diese Heizung eignet sich sehr gut für Energiesparhäuser und andere gut wärmegedämmte Häuser. Nach 20 Jahren ist sie eine der günstigeren Heizvarianten.

Gasheizung
Die Wärme wird hierbei durch Erdgas erzeugt. Während alte Kessel große Wärmeverluste hatten, sind die neuen Kessel gut gedämmt und sparen einige 100 Euro im Jahr ein, da der Energieverbrauch um ungefähr 40 Prozent sinkt. Diese Heizanlagen lassen sich auch mit Solar-Energie kombinieren. Dadurch können nicht nur weitere 25 Prozent Kosten eingespart werden, sondern auch die Belastung für die Umwelt sinkt. Gasheizungen sind in vielen älteren Häusern die Standardheizung. Die Anschaffungskosten für die Gasheizung sind die günstigsten aller Anlagen, in Verbindung mit einer Solar-Anlage fast die teuerste. Für die reine Gasheizung liegen die Kosten nach 20 Jahren noch im unteren Bereich, während die kombinierte Anlage gegenüber anderen Varianten noch immer sehr hoch angesiedelt ist.

Ölheizung
Diese Heizung wärmt mit Öl und eine Sanierung, beziehungsweise Neuanschaffung kann 20 bis 40 Prozent Energiekosten sparen. Diese Heizungsanlage ist neben Gas in älteren Häusern die Standardausstattung. Wie bei der Gasheizung lässt sich auch diese Variante mit einer Solar-Anlage kombinieren. Die Anschaffungskosten dieser Heizanlagen sind gering, auf 20 Jahre gesehen jedoch die teuerste aller Anlagen.