Heizen mit Blockkraftwerk - ein Erfahrungsbericht

Die Innovation Blockkraftwerk entwickelt sich mit schnellen Schritten weiter und sorgt für eine steigende Nachfrage bei Besitzern von Einfamilienhäusern.


Ein Blockkraftwerk erzeugt Strom und bei der Stromerzeugung gleichzeitig Wärme. Diese Wärme kann zum Heizen des Gebäudes oder auch zum Heizen von Wasser verwendet werden. Das Blockkraftwerk basiert auf dem Prinzip der Kraft-Wärmekopplung und besitzt im Gegensatz zu anderen Wärmekraftwerken einen viel höheren Wirkungsgrad. Ein Verbrennungsmotor erzeugt den Strom über einen Generator. Dabei entsteht die Wärme zum Heizen mit einem Wirkungsgrad von 80 Prozent. Der erzeugte Strom kann selbst genutzt werden, aber auch gegen eine Vergütung in öffentliche Netze eingespeist werden. Eine hohe Betriebsstundenzahl innerhalb eines Jahres ist für die Rentabilität eines Blockheizkraftwerkes in einem Einfamilienhaus ausschlaggebend. Diese kann nur erreicht werden, wenn die Wärme zum Heizen von Wasser und zum Heizen des Gebäudes verwendet wird. In Einfamilienhäusern ist es zu empfehlen, Blockkraftwerke zusammen mit einem Heizkessel zu betreiben. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz fördert Blockheizkraftwerke durch Steuererleichtungen für das zu verwendende Erdöl und durch vom Staat gezahlte Einspeisezuschläge.

Alles über die Aufwandskosten, den Ertrag und die verringerte Umweltbelastung

  • Der Preis, in Anbetracht eines durchschnittlichen Angebots, für ein Blockkraftwerk inklusive aller Installationsarbeiten liegt bei 5.000 Euro. Für den Betreiber fallen weiterhin monatlich 20 Euro für Wartung und Service an. Dem gegenüber erhält der Betreiber monatlich eine Miete für die Kellerräume von 5 Euro und für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde einen Betrag über 0,5 Cent.
  • Im Vergleich zu Kohle- oder Atomkraftwerken weisen Blockheizkraftwerke durch den deutlich höheren Wirkungsgrad einen geringeren Schadstoffausstoß auf. Der CO2-Ausstoß ist um 60 Prozent niedriger als der CO2-Ausstoß der herkömmlichen Kraftwerke. Betrieben werden Blockheizkraftwerke mit Erdgas. Für die Zukunft ist eine Umstellung auf Biogas geplant.

Die Umstellung auf ein Blockheizkraftwerk ist nicht für jedes Einfamilienhaus rentabel

  • Die Investition in ein Blockkraftwerk lohnt sich, in Anbetracht auf die Investitionskosten und der Umweltschonung, nur bei einem Austausch einer mindestens 20 Jahre alten Heizanlage. Bei einem Gasverbrauch innerhalb eines Jahres unter 45.000 Kilowattstunden ist die Anschaffung nicht rentabel.
  • Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern oder Besitzer von großen Villen kann sich das Angebot jedoch als lukrativ erweisen. Wer bereits einen modernen Brennwertkessel besitzt, sollte diesen behalten, da, abgesehen von dem umweltfreundlicheren Aspekt, keine weiteren Vorteile wie die Einsparung von Kosten auftreten werden.