Heizungsdämmung – so können Sie Wärmeverlust verhindern

Heizungsdämmung – ein Thema das nicht nur bei steigenden Heizkosten interessant ist sondern auch in Bezug auf Umweltschutz oder gutes Wohnklima.


Während Heizungsdämmung vor 50 Jahren noch weitläufig unbekannt war, werden seit zehn bis 25 Jahren viele Häuser bereits gegen Wärmeverluste gedämmt. Während anfangs Dämmstärken von drei bis fünf Zentimeter Styropor üblich waren, geht der Trend zu immer dickeren Dämmungen. Begriffe wie Niedrigengenergiehäuser oder Passivhäuser sind bereits den meisten Leute ein Begriff. Um ein die Heizungsdämmung zu beziffern gibt es die Energiekennzahl, diese gibt an wie viel Energie für Heizkosten für ein Haus pro Quadratmeter und Jahr aufgewendet werden müssen und wird in kWh/m2a angegeben. Von einem Niedrigenergiehaus spricht man bei einer Energiezahl von weniger als 50 kWh/m2a, von einem Niedrigstenergiehaus von weniger als 30 kWh/m2a und von einem Passivhaus, wenn der Verbrauch bei weniger als 15 kWh/m2a liegt. Im Vergleich dazu hat ein typischer Altbau eine Energiekennzahl von 200 kWh/m2a.

Heizungsdämmung - Verwirklichung
Um eine gute Heizungsdämmung zu erhalten, ist es wichtig nicht nur die Wände und Fenster zu dämmen sondern auch das Dach und die Thermofuß. Da der Wärmeverlust über die Wände im Normalfall am höchsten ist, ist es auch für die Heizungsdämmung der wichtigste Teil. Um die Wände zu dämmen sollten Hohlziegel mit günstigem Wärmeleitwert oder Holzwände und/ oder eine Außendämmung aus Styropor, Dämmplatten, Zellulose, Kork oder Glasfaserwolle verwendet werden. Für die Wärmedämmung der Fenster ist eine zwei bis drei Scheiben beschichtete Wärmeschutzverglasung zu empfehlen. Das Dach lässt sich je nach Bauart mit Hilfe von Zellulosefasern, Styropor, Kork oder Glasfaserwolle dämmen und der Thermofuß ist in der Massivbauweise ein spezieller Hohlziegel meist gefüllt mit Perlit und bei Holzhäusern mit Zellulosefasern, Kork oder Stroh.

Heizungsdämmung – Was ist sonst noch zu beachten
Die beste Wärmedämmung ist nutzlos wenn die Gebäudehülle nicht luft- und winddicht ist. Während man bei einer Massivbauweise hauptsächlich nur auf die Dichtheit von Fenster, Tür und Dachabschlüssen achten muss, muss man besonders bei Holzbauweise auf die Dichtheit bei Plattenstößen, Fenster, Türen, Dachabschluss, Bodenplatte und Kabeldurchführungen achten. Um die Luftdichtheit zu überprüfen, wird ein Luftdichtheitstest mittels Blower-Door durchgeführt. Je höher die gewünschte Heizungsdämmung ist, desto mehr sollte man darauf achten, passive Sonnenenergie zu nutzen. Hierbei ist nicht nur die Wahl von qualitativ guten Fenstern wichtig, sondern auch das man versucht 80 Prozent der Fenster Richtung Süden auszurichten.