Hepatitis C - Erkrankung ohne Krankheitszeichen

Die Infektionskrankheit Hepatitis C ist eine Form der Leberentzündung, welche zur Schädigung der Leberzellen und zu Störungen der Organfunktion führt.


Der Begriff Hepatitis C kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus hépar (Leber) und –itis (Entzündung) zusammen. Diese Form der Leberentzündung führt zur Schädigung der Leberzellen und zu Störungen der Organfunktion. Hepatitis C wird durch das Hepatitis C Virus übertragen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich 3 Prozent der Weltbevölkerung mit Hepatitis C angesteckt.

 

Ihren Namen trägt die Krankheit seit 1989. Besonders hoch ist die Rate der Hepatitis C-Infizierten in Afrika, im östlichen Mittelmeerraum und in der Westpazifik Region. Nach aktuellen Daten schätzt man, dass sich jährlich ungefähr 5.000 Menschen in Deutschland neu mit dem Hepatitis C-Virus infizieren.

Risikogruppen

Drogenabhängige, Patienten, die häufiger Bluttransfusionen bekommen, Dialysepatienten und Transplantierte sind besonders betroffen. Doch leider hat sich das Hepatitis C-Virus aber auch bereits unter dem Rest der Bevölkerung ausgebreitet. Der Infektionsweg ist ungefähr der Hälfte der an Hepatitis C-Erkrankten völlig unbekannt. Man geht davon aus, dass die meisten Betroffenen gar nicht wissen, dass sie das Hepatitis C-Virus in sich tragen und somit andere infizieren können, beziehungsweise dabei sind, selbst eine chronische Hepatitis, inklusive der Folgeschäden, zu entwickeln.

 

Symptome

Bei nur ungefähr einem Viertel der Hepatitis C-Infizierten entwickeln sich akute Symptome wie Muskel- und Gelenkschmerzen, ein Druckgefühl im rechten Oberbauch, Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. Die als typisch geltenden Symptome wie Gelbsucht, eine Dunkelfärbung des Urins und eine Hellfärbung des Stuhls sind eher selten anzutreffen. Überwiegend verlaufen Hepatitis C-Erkrankungen gänzlich ohne Krankheitszeichen.

 

Chronischer Verlauf

Bei ungefähr 70 Prozent der Hepatitis C-Erkrankten geht die Infektion in einen chronischen Verlauf über. Die Viren lassen sich dann länger als sechs Monate im Blut nachweisen. Es ist sehr wichtig bei Verdacht auf Hepatitis C schnellstmöglich eine zuverlässige Diagnose zu erhalten. Denn nach der Ansteckung hat man nur etwa vier Monate Zeit um eine 24-wöchige Interferon-Therapie zu beginnen, und somit den Übergang von einer akuten Hepatitis C-Erkrankung in eine chronische zu verhindern.