Hepatitis C Therapie

Bei der Hepatitis C Therapie wird meistens eine Kombination der Wirkstoffe Interferon und Ribavirin angewandt, da diese die Killerzellen im Körper aktiviert


Die westliche Schulmedizin setzt bei der Behandlung von Hepatitis C auf eine Kombination der Wirkstoffe Interferon und Ribavirin, da bei dieser Medikamentierung die besten Heilungsfortschritte erzielt werden konnten. Auch in der alternativen Medizin werden verschiedene Methoden der Hepatitis C Therapie ausgetestet. Einen offiziellen wissenschaftlichen Nachweis für ihre Wirksamkeit gibt es jedoch noch nicht.

Interferon aktiviert die Killerzellen des Immunsystems
Die Schulmedizin orientiert sich bei der Hepatitis-C-Therapie an den natürlichen Vorgängen im menschlichen Körper bei akutem Virenbefall. Dann nämlich produzieren die Zellen das Protein Interferon, welches wiederum gesunde Zellen dazu veranlasst, ein der Infektion entgegenwirkendes Enzym zu generieren. Dank der Gentechnik kann Inteferon seit 1980 in großen Mengen hergestellt werden. In der Regel wird Interferon zusätzlich mit Ribavirin kombiniert. Der komplexe Wirkmechanismus von Ribavirin ist zwar noch nicht vollständig erforscht, doch Studien haben ergeben, dass es in Kombination mit Interferon einen immun aufbauenden Effekt erzielt. Als alleinige Therapie ist Ribavirin bei Hepatitis C wirkungslos. Bei einer Kombinationstherapie von Interferon und Ribavirin konnte der Krankheitsverlauf in vielen Fällen eingedämmt und sogar völlig geheilt werden. Allerdings gibt es auch sogenannte Non-Responder – Patienten, deren Immunsystem nicht auf die Medikamente anspricht.

Hepatis C Therapie - Nebenwirkungen
Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Interferon zählen grippeähnliche Symptome, aber auch Schwindelgefühle, Rückenschmerzen, Mundtrockenheit, Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme. Sehr selten machen sich unter anderem Hautirritationen, Nervosität, Angstzustände oder auch Nierenerkrankungen und Diabetes bemerkbar. Ribavirin kann im ungünstigen Falle zu einer Blutarmut führen, zudem ist Vorsicht bei vorhandenen Depressionen angezeigt. Deshalb sollte Ribavirin nur verabreicht werden, wenn die Depression behandelt wurde. Frauen sollten während der Therapie von Ribavirin eine konsequente Empfängnisverhütung praktizieren, da das Medikament Fehlbildungen beim Fötus erzeugen kann.

Neue Behandlungswege in der alternativen Medizin?
Auch die Alternative Medizin forscht an verschiedenen Behandlungskonzepten; eindeutige wissenschaftliche Belege für ihre Wirksamkeit existieren noch nicht. In Japan zum Beispiel konzentrieren sich Mediziner auf die Therapie mit Wirkstoffen aus der Süßholzwurzel, die in Deutschland als Medikament noch nicht zugelassen ist. Der Mariendistel wird ebenfalls ein heilungsunterstützender Effekt bei Lebererkrankungen nachgesagt. Das in der traditionellen indischen Heilkunde (Ayurveda) verwendete Phyllantus amarus soll demnächst in einer Studie auf seine Effizienz untersucht werden.

Gute Erfahrungen haben Hepatitis-C-Patienten mit Anti-Stress-Praktiken wie Yoga, Tai-Chi, Meditation oder Qi Gong gemacht, da diese sich positiv auf die Nebenwirkungen der Medikamente und die verschiedenen Krankheitssymptome auswirken können. Zudem sollten Hepatitis-C-Betroffene das Trinken von Alkohol meiden, das Rauchen aufgeben, sich regelmäßig bewegen, gesund ernähren und Stressfaktoren mindern.