Herzinfarkt Komplikationen

Die schwerwigensten Komplikationen nach einem Herzinfakt sind Herzrhythmusstörungen, die unbehandelt zu einem Herzstillstand und damit zum Tod führen können.


Bei fast jedem Herzinfarkt kommt es zu Herzrhythmusstörungen als Komplikationen, sogar bei kleineren Infarkten. Plötzlich auftretende Herzrhythmusstörungen sind die häufigste Todesursache bei Patienten in der Frühphase des Infarkts. Bei Kammerflimmern muss der Patient innerhalb der folgenden fünf Minuten wiederbelebt werden. Nur dann hat dieser die Chance zu überleben. Aus eben diesem Grund werden die Infarkt-Patienten auf der Intensivstation beobachtet, um sofort mit einem Defibrillator für die Reanimation (Wiederbelebung) durch Stromstöße zur Stelle sein zu können. Auch eine Wiederbelebung durch Beatmung und Herzmassage kann helfen, den Herzrhythmus wieder zu normalisieren. So sollten enge Angehörige des Patienten mit dieser Methode vertraut werden, um im Notfall keine lebensrettende Zeit verstreichen zu lassen, bis ein Krankenwagen kommt.

Schnelles Handeln verhindert Schlimmeres
Wenn sich aufgrund der Wandschwäche an den geschädigten Teilen des Herzens beutelförmige Auswölbungen der arteriellen Blutgefäße entwickeln (Aneurysmen), besteht die Gefahr, dass es zu einem lebensbedrohlichen Einriss des Herzmuskels oder zur Bildung von Thromben, also Gerinnseln, kommt. Wenn diese sich lösen, kann es im Gehirn zu einem Schlaganfall führen. Im schlimmsten Fall kommt es durch den hohen Druck und die geringe Belastbarkeit der Arterienwände zu einem Platzen der Auswölbungen (Ruptur). So sammelt sich Flüssigkeit im Herzbeutel an. Dies führt zu Entzündungen, wodurch es zu Funktionsstörungen des Herzens kommt. Eine Herzbeutelentzündung (Perikarditis) tritt in den meisten Fällen erst acht Wochen nach dem Herzinfarkt auf und äußert sich hauptsächlich durch Fieber und Schmerzen im Brustbereich. Um dies verhindern zu können, müssen bei einem Infarkt so schnell wie möglich Maßnahmen zur Arterienweitung und der Verbesserung des Blutflusses getroffen werden. Falls durch den Infarkt jedoch mehr als 30 Prozent der Herzmuskulatur beschädigt sein sollten, kann es auch zu einem kardiogenen Schock kommen, der an zweiter Stelle der häufigsten Todesursachen aufgrund eines Herzinfarkts steht. Das Herz ist dann nicht mehr fähig, den Kreislauf ausreichend zu fördern und es kann zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommen. Nach einem erlittenen Herzinfarkt muss der Patient in jedem Fall regelmäßig untersucht werden, um mögliche Folgeschäden frühzeitig erkennen oder gar verhindern zu können.