Früher galt der Herzinfarkt als typische Managerkrankheit. Doch nicht nur die notorisch überarbeitete Führungskraft ist gefährdet, einen lebensbedrohlichen Gefäßverschluss am Herzen zu entwickeln. Grundsätzlich kann jeder Mensch irgendwann in seinem Leben einen Herzinfarkt erleiden. Dennoch gibt es bestimmte Personengruppen, die gefährdeter sind, als andere.
Zu den besonderen Risikofaktoren zählen Bewegungsmangel und Übergewicht. Auch ein hoher Nikotinverbrauch kann einen Infarkt begünstigen, denn der Blutdruck wird erhöht und der Herzschlag beschleunigt. Nicht zuletzt spielen auch das Lebensalter, die Ernährung und das Gewicht eine wichtige Rolle in der Einschätzung des persönlichen Risikos.
Herzinfarkt Ursachen - Alter und Geschlecht
Betroffen von einem Herzinfarkt sind meist ältere Menschen, allerdings sinkt das Hauptrisikoalter stetig. Betroffene Männer erleiden oft noch vor dem vierzigsten Lebensjahr einen Infarkt, Frauen sind vor den Wechseljahren noch durch das gefäßschützende Hormon Östrogen bevorteilt, dessen Produktion danach jedoch abnimmt. Ältere Frauen haben demnach ein ebenso hohes Herzinfarktrisiko wie Männer. Bei Frauen ist ein Infarkt auch gefährlicher, da die Symptome nicht so deutlich auftreten wie beim Mann. So können Schmerzen im Magen- und Brustbereich oder Atemnot nicht gleich als Anzeichen gedeutet und ernst genommen werden. Bei jüngeren Menschen ist häufig eine plötzliche Verkrampfung eines Herzkranzgefäßes Ursache für einen Infarkt.
Herzinfarkt Ursachen - Stress
Bei jüngeren Betroffenen ist häufig eine hohe Stressbelastung im Alltag Auslöser für eine plötzliche Verkrampfung der Arterien (Vasospasmus), die sich verengen und dadurch die Blutzufuhr zum Herz verhindern oder einschränken. Hier spielen Bluthochdruck und erhöhte Herzfrequenz eine Rolle, die neben dem Nikotinverbrauch, auch Folge von Stress oder körperlicher Anstrengung sein können. Interessant ist, dass emotionaler Stress wie etwa bei einem Fußballspiel, das Risiko eines Herzinfarkts ebenfalls erhöht – vor allem bei Menschen, die bereits unter einer Herzkrankheit leiden. Dies bewies eine Studie im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.