Hilfe gegen Wühlmäuse

Wühlmäuse im Garten sind weit verbreitet. Doch mit der richtigen Hilfe gegen Wühlmäuse lässt sich der Schaden in Grenzen halten.


Zu den Wühlmäusen gehören verschiedene Arten. Bei uns sind es insbesondere die Schermaus und die große Wühlmaus, die Gartenbesitzer mitunter verzweifeln lassen. Kennzeichen der zwischen sieben und 23 Zentimeter großen Tiere sind kleine Augen und Ohren, ein kurzer Schwanz und eine stumpfe Schnauze. Wühlmäuse leben in unterirdischen Gängen. Diese können bis zu einen Meter tief in den Boden reichen. Die Eingänge werden von den Mäusen verschlossen, da sie sehr lichtscheu sind. Wühlmäuse können sich unter guten Bedingungen rasant vermehren. Schermäuse bevorzugen frische Pflanzenteile, während Feldmäuse auch Sämereien fressen. Beide Wühlmausarten bevorzugen leichte bis mittelschwere Böden, in die sie problemlos ihre Gänge anlegen können. Wühlmausbefall ist an Erdhaufen zu erkennen, die denen des Maulwurfs ähneln.

Wühlmäuse lieben Blumenzwiebeln und hassen Holunder
Gegen Wühlmäuse hilft Holunder, dessen Geruch die Tiere nicht mögen. Ein Sud aus Holunderblättern, der in die Gänge gegossen wird, bzw. in die Wühlgänge gesteckte Holunderblätter sind eine gute Hilfe gegen Wühlmäuse. Die Tiere mögen auch keinen Knoblauch. Wirkungsvoller als Knoblauchsud sind meist Knoblauchpflanzen. Da Wühlmäuse besonders Obstbaumwurzeln, Beerenobst, Wurzelgemüse, Rosen und Blumenzwiebeln mögen, sollte der Hobbygärtner diese Pflanzen und Pflanzenteile besonders schützen. Im Fachhandel sind engmaschige Drahtkörbe erhältlich, welche Wurzeln und Blumenzwiebeln schützen. Der Draht ist eine wirksame Hilfe gegen Wühlmäuse, sollte allerdings großzügig bemessen werden.

Fallen und Gas gegen Wühlmäuse
Im Fachhandel werden verschiedene Arten von Wühlmausfallen angeboten. Die Fallen müssen an einem geraden Abschnitt eines Ganges fest eingesetzt werden. Hobbygärtner sollten dabei Handschuhe tragen, da die Nager den menschlichen Geruch nicht mögen und sich dann evtl. nicht fangen lassen. Im Fachgeschäft sind auch Lebendfallen erhältlich. Wenn der Wühlmausbefall sehr stark ist, hat sich Wühlmausgas als wirksame Hilfe gegen Wühlmäuse erwiesen. In der Regel vertreibt es die Tiere langfristig. Ähnlich wirksam sind Wühlmausköder. Sie enthalten Extrakte der bevorzugten Nahrungspflanzen der Wühlmäuse. Der enthaltene Wirkstoff hemmt die Blutgerinnung der Nager und sie verbluten innerlich, ohne dabei Schmerzen zu erleiden. Ultraschallgeräte bieten eine natürliche Hilfe gegen Wühlmäuse. Sie vertreiben die Wühlmäuse durch Vibrationen und funktionieren meistens mit Solarenergie. Biologisch unbedenklich sind auch Barrieren aus Drahtgitter im Boden.