Hilfen zur Studienwahl- welches Fach passt zu mir?

Wie Sie sich die Qual der Studienwahl erleichtern können, erfahren Sie hier.


Die Entscheidung für ein Studienfach ist nicht einfach. Es gibt an den deutschen Hochschulen eine Vielzahl verschiedener Fächer. Die Studienwahl kann Ergebnis eines längeren Prozesses sein, zum Beispiel wenn sich bei einer Schulabgängerin aus einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn oder der Erfahrung eines langwierigen Scheidungskrieges der Eltern der Wunsch entwickelt hat, Rechtsanwältin zu werden, und sie sich für das Jura-Studium entscheidet. Viele Schulabgänger beschäftigen sich aber erst in der Zeit kurz vor oder unmittelbar nach dem Schulabschluss mit der Frage, was sie studieren sollen. Für sie ist es die erste wichtige Entscheidung, die sie allein treffen dürfen. Eine wichtige Entscheidung, die sich auf die folgenden Jahre und eventuell das ganze Berufsleben auswirkt. Aber bei der Vielzahl der Studienrichtungen, -fächer und -orte ist die Studienwahl auch eine schwere Entscheidung.

Wo liegen Ihre Interessen?
Für viele Studienanfänger geht es zunächst einmal darum herauszufinden, welche Studienrichtung überhaupt zu ihnen und ihren Interessen, Zielen und Wünschen passt. Konkret heißt das, dass Sie sich darüber klar werden sollten, ob Sie „irgendwas mit Sprachen“ machen möchten, Ihre Leidenschaft für Zahlen oder Computer in ein Mathematik- oder Informatikstudium münden soll oder Sie sich auf den Traumjob im Marketing mit einem BWL-Studium vorbereiten möchten. Auch wenn sich zwischen Studienwahl und Studienabschluss bei vielen die Wünsche, Ziele und Interessen zum Teil grundlegend verändern, sind sie ein guter Ausgangspunkt für die Überlegungen zur Studienwahl. Denn für die meisten Menschen gilt, dass sie besonders gut und ausdauernd in dem sind, was sie interessiert oder was sie zumindest als Voraussetzung für das Erreichen ihrer Ziele ansehen.

Welche Studienrichtungen gibt es?
Die Studienfächer lassen sich grob den folgenden Studienrichtungen zuordnen. So gibt es die Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften sowie die musische oder technische Studienrichtung. Diese Unterteilung ist aber nur eine grobe Orientierungshilfe und wird von vielen Hochschulen variabel gehandhabt. So ist es zwar üblich, dass die Fakultäten, also die Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule, zu denen die einzelnen Fachbereiche gehören, sich grob an den Studienrichtungen orientieren. Allerdings ist es die Regel, dass zum Beispiel die Rechtswissenschaften und Medizin eine eigene Fakultät haben, obwohl Medizin traditionell zu den Naturwissenschaften und Jura zu den Geisteswissenschaften gezählt wird.

Die Vielfalt entdecken und den Horizont erweitern
Wer sich für Biologie oder Physik interessiert, wird in den Naturwissenschaften auf weitere interessante Fächer wie Ozeanographie oder Mikrobiologie stoßen. Die Geisteswissenschaften bieten eine große Zahl an Studienfächern für Sprachbegeisterte, Philosophen und alle, die sich für fremde Kulturen interessieren. Wer komplexe Zusammenhänge in der Gesellschaft verstehen will, sollte sich in den Sozial- und Erziehungswissenschaften umsehen. Theaterfreaks und künstlerisch Begabte, könnten in der musischen Richtung fündig werden. Studienrichtungsübergreifende Fächer wie Umwelttechnik verbinden Elemente aus verschiedenen Studienrichtungen, hier Naturwissenschaften und Technik.