Das polnische Salzbergwerk vertreibt ebenfalls einen sehr kleinen Teil davon. Andere Handelsnamen dafür sind noch Zaubersalz, Kaisersalz, Alexandersalz und Hunza-Kristallsalz. Zu dem Namen Alexandersalz gelangte es, weil der Legende nach die Lagerstätte Khewra von Pferden im Heer von Alexander dem Großen entdeckt wurden. Himalaya Salz ist ein rosagetöntes unraffiniertes Steinsalz das zu 97 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid und etwa sieben weiteren Mineralien, wie zum Beispiel Gips, besteht. Seine rosa Verfärbung enthält es durch geringfügige Eisenoxidverunreinigungen. Das Himalaya Salz wird gekörnt, in Form von Halitbrocken und fein gemahlen angeboten. Aus den Halitbrocken werden die bekannten Salzlampen hergestellt, die ebenfalls heilende Wirkung haben sollen.
Speisesalz mit großer Wirkung
Dem Steinsalz werden heilende Kräfte nachgesagt und Reformhäuser, Naturkost- und Esoterikläden preisen es als wertvolles Kristallsalz an. Es soll giftige Stoffe lösen und vom Körper ausschwemmen, Suchterkrankungen einschränken, Gicht und rheumatische Beschwerden lindern, den Blutdruck senken, Fehlernährungen ausgleichen und sogar Krebs positiv entgegenwirken. Begründungen für die heilende Wirkung sollen die energetische Schwingungen des Himalaya Salz haben, genau wie der menschliche Organismus, und die enthaltenen 84 chemische Elemente die ein ähnliches Mischungsverhältnis haben sollen wie das menschliche Blut.
Himalaya Salz aus Sicht der Wissenschaft
Laut wissenschaftlichen Untersuchungen soll das Kristallsalz sich nicht groß von unserem normalen Speisesalz unterscheiden. Es besteht, wie auch unser Speisesalz, zu 97 Prozent aus Kochsalz und hat somit keinen großen Einfluss auf unsere Ernährung. Der Gehalt anderer Mineralstoffe ist so gering, dass es ebenfalls keinen nennenswerten Beitrag zur Bedarfsdeckung anderer Nährstoffe trägt.
Das Bayrische Landesamt für Gesundheit hat 15 Proben untersucht und konnte nur 10 Elemente finden, und keinerlei Unterschiede zu anderen Steinsalzen wurden gefunden, außer dass es Verunreinigungen enthielt. Ein Nachteil des Himalaya Salzes ist das fehlende Jod. Durch den Zusatz von Jod in unserem Speisesalz konnte die Jodversorgung der deutschen Bevölkerung positiv verbessert werden. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belegungen für die behaupteten positiven Auswirkungen des hochgepriesenen Kristallsalzes.