Hirse - ein Getreide, das schön macht

Im Gegensatz zu anderen Getreidearten ist Hirse ein basisches Lebensmittel und zudem glutenfrei. Hinzu kommt noch eine Fülle an wichtigen Nährstoffen, die dabei helfen, die Gesundheit zu erhalten.


Unter Hirse fasst man alle kleinfrüchtigen Spelz-Getreidearten mit Rispen zusammen. Zu den gängigsten Hirse-Getreiden zählen beispielsweise die Rispenhirse, die echte Flatterhirse oder Mohrenhirse. In der Vollwertküche hat Hirse schon lange einen festen Platz, denn sie ist nicht nur eine sehr bekömmliche und sättigende Getreidesorte, sondern sie gehört zu den nahrhaftesten Getreidesorten, die es gibt. Die Vorteile der Hirse haben die Menschen schon seit Jahrhunderten genutzt, denn sie zählt zu den ältesten kultivierten Getreidesorten und ist bis heute bei vielen afrikanischen Völkern ein Hauptnahrungsmittel. Bei uns zählte sie bis vor kurzem auch noch zu den unabkömmlichen Lebensmitteln, die man einfach zuhause haben musste, bis sie schließlich von Kartoffeln und Reis verdrängt wurde. Dabei hat Hirse einen entscheidenden Vorteil: Sie ist glutenfrei.

Die Nährstoff-Fülle der Hirse

  • Hirse gilt als außerordentlich nahrhaft und gesund aufgrund seines hohen Anteils an Eigenöl aus ungesättigten Fettsäuren und der großen Menge der Mineralien Magnesium, Kalium und Eisen. Außerdem enthält es Fluor, der für die Härte der Zähne sorgt und Silizium, das auch als Kieselsäure bekannt ist und für Kraft und Elastizität der Haare, der Nägel und des Bindegewebes sorgt.
  • Damit der Körper diese Mineralien auch optimal aufnehmen und verwerten kann, ist sehr zu empfehlen, Hirse immer mit Obst oder Gemüse zu kombinieren, beispielsweise mit Paprika, Beeren, Äpfeln oder Zucchini.

Zubereitung von Hirse

  • Hirse lässt sich sehr variabel und wandelbar bei der Zubereitung der unterschiedlichsten Gerichte einsetzen. Ganz besonders beliebt ist der Einsatz von Hirse bei der Zubereitung von Süßspeisen, wie einem süßen oder fruchtigen Hirsebrei.
  • Zum Backen ist es leider nicht gut geeignet, da das Fehlen des Klebereiweißes Gluten seine Backeigenschaften sehr einschränkt, sodass allenfalls flache Fladenbrote entstehen. Man kann es allerdings als Zusatz zu Backwaren aus anderen Getreidesorten hinzugeben. Diese macht die Hirse nämlich dann schön knusprig und sorgt für zusätzliche Mineralstoffe.
  • In deftigen Speisen ist Hirse mit jedem Gemüse kombinierbar und kann sowohl als Beilage, Füllung oder in Pfannengerichten verwendet werden. Für die Vollwertküche sollte man auf ungeschälte Hirse zurückgreifen, wobei sich für die Zubereitung von Süßspeisen die geschälte Variante etwas besser eignet. Hirse wird wie Reis zubereitet, also muss man diese kochen. Sie quillt allerdings sehr stark und braucht um einiges mehr Wasser als Reis.