Hitzewallungen - welche Behandlung ist empfehlenswert

Besonders Frauen in den Wechseljahren leiden oft unter Hitzewallungen, die plötzlich auftreten können, doch es gibt auch andere Auslöser.


Hitzewallungen treten oft bei Frauen in den Wechseljahren auf. Dabei kann es leicht vorkommen, dass eine Frau bis zu 30 mal am Tag diese Schweißausbrüche bekommt, die in der Regel jeweils ungefähr ein bis drei Minuten dauern.

Ursachen
Für eine Hitzewallung in den Wechseljahren ist die Hormonumstellung der Frau verantwortlich. Schwankungen im Hormonspiegel lassen die Gefäße, welche direkt unter der Haut liegen, weiten. Dadurch fließt aus dem Körperinneren mehr warmes Blut durch die Haut und die Frau empfindet einen Wärmeschub. Hier ist die Wärmeregulierung gestört, da durch das fehlende Östrogen das Wärmezentrum im Gehirn nicht mehr richtig funktioniert, welches von diesem Hormon abhängig ist. Aber auch der Mangel am Gelbkörperhormon Progesteron wird als Ursache vermutet. Neben den Hormonen können auch Medikamente Hitzewallungen auslösen. Hierzu gehören zum Beispiel Antiöstrogene, Insulin, Nifedipin, Niazin, Nitroglycerin und Kazitonin. Bei allergischen Reaktionen, Karzinoiden, einem Nebennierentumor und einer Schilddrüsenüberfunktion können ebenfalls Schweißausbrüche hinzu kommen. Der Genuss von Alkohol, Kaffee, Tee und anderen heißen Getränken und Speisen, sowie Stress können den Ausbruch ebenfalls fördern.

Behandlungsmöglichkeiten
Bevor es zu einem Ausbruch kommt, kann man diese mit einfachen Tricks verhindern, beziehungsweise das Risiko vermindern. Da heiße Getränke und Speisen Hitzewallungen fördern, sollte Kaffee und Tee nur in begrenzten Maßen getrunken werden, ebenso wie Alkohol. Sportarten wie Radfahren, Spazierengehen, Walken und Wandern halten fit und der Temperaturregler in Ihrem Körper bleibt besser im Gleichgewicht. Auch Wechselduschen oder Wassertreten halten den Körper im Gleichgewicht. Eine leichte Ernährung mit viel Obst und Saft, sowie wenig Fett und mindestens zwei Liter Flüssigkeit, am besten ungesüßter Tee oder Mineralwasser, können die Körperfunktionen regulieren. Kommt es zu einer Hitzewallung, sollte man nicht benötigte Kleidung ablegen oder einen Spaziergang an der frischen Luft machen, gerade wenn die Wallung länger dauert. Aber auch Ruhe, spezielle Bauchgymnastik, Trockenbürsten und verschiedene Entspannungstechniken haben sich als wirksam erwiesen. Wenn Sie dazu Naturtextilien verwenden, können Sie die Gerüche, die hierdurch entstehen können, neutralisieren, beziehungsweise auch vermeiden. Sind die Beschwerden während der Wechseljahre zu stark, kann eine Hormonbehandlung durchgeführt werden. Dabei wird dem Patienten eine Kombination aus Gestagenen und Östrogenen verschrieben. Da Soja und Rotklee östrogene Eigenschaften aufweisen, können auch diese helfen. Sind Krankheiten für die Hitzewallungen verantwortlich, muss der Arzt eine entsprechende Therapie verordnen.