Hochzeitsbräuche - Spielerische Begleitung in die Ehe

Es gibt die verschiedensten Hochzeitsbräuche und Traditionen. Unter anderem gehört natürlich das Brautstraußwerfen dazu. Aber welche Bräuche lassen sich noch für die Traumhochzeit einbringen?


Hochzeitsbräuche begleiten die Trauung und die Hochzeitsfeierlichkeiten. Es gibt sie in den verschiedensten Varianten. Sie sind immer Ausdruck freundschaftlicher Verbundenheit oder tief empfundener Liebe. Einige von ihnen sollen dem Brautpaar Glück und Fruchtbarkeit bescheren, andere sind weniger gut gemeint und können sogar die Hochzeitsnacht verhindern. Die meisten sind allerdings eher spielerischer Natur.

Bräuche bei der Vorbereitung

  • Ein aus England stammender Brauch wird häufig in Hollywoodfilmen wirkungsvoll eingesetzt. „Something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky six pence in your shoe“ lautet das alte Sprichwort, das genaue Anweisungen über die Utensilien der Braut gibt. Etwas Altes, beispielsweise ein Familienschmuckstück, symbolisiert das Leben der Braut vor der Ehe. Das neu erworbene Hochzeitskleid ist Ausdruck des neuen Lebensabschnitts, der mit der Trauung beginnt.
  • Freundinnen der Braut verleihen an diese verschiedene Gegenstände, die ihr Glück bringen sollen. Die Weitergabe der Lieblingsohrringe beispielsweise ist außerdem eine Geste der Freundschaft. Die Farbe Blau schließlich steht für die Treue, die beide Eheleute miteinander verbindet. Ursprünglich zählt auch ein Glückspfennig zu den notwendigen Accessoires der Braut. Dieser soll, im Brautschuh platziert, Wohlstand und Reichtum in die Ehe bringen.

Klassische Hochzeitsbräuche

  • Wenn die Trauung vorüber ist, wird das nun vermählte Paar häufig mit Reiskörnern oder Konfetti beworfen. Dieses soll den Eheleuten Fruchtbarkeit bescheren und für viele Kinder sorgen. Aus moralischen Gründen wird heute aber weitgehend auf das Reiswerfen verzichtet. Stattdessen überreicht man den Gästen Flaschen mit Seifenlösung. Das Paar kann so mit Seifenblasen umweltbewusst in die Ehe begleitet werden. Manchmal lassen die Hochzeitsgäste auch mit Helium gefüllte Ballons in die Luft steigen. Der Finder der mit Adressanhängern versehenen Herzballons kann nun dem Ehepaar Glück wünschen. 
  • Um spielerisch herauszufinden, wer als Nächstes vor dem Altar steht, werden symbolische Gegenstände geworfen. Bei der Hochzeitsfeier schmeißt die Braut ihren Strauß in die Gruppe unverheirateter Frauen. In Anlehnung daran wirft der Bräutigam das Strumpfband der Braut den Junggesellen zu. Bei beiden Ritualen muss darauf geachtet werden, dass sie rückwärts ausgeführt werden. 

Weitere Bräuche und Streiche zur Hochzeit

  • Ein ebenfalls beliebter Brauch beinhaltet einen Baumstamm. Dieser wird vor die Kirche oder das Standesamt gelegt, um so den Weg zur Kutsche oder dem Auto zu versperren. Das Hindernis muss das Ehepaar nun gemeinsam aus dem Weg räumen, indem es den Baumstamm zersägt. Dieses symbolische Hindernis steht stellvertretend für alle Hürden, die das Paar zukünftig überwinden muss. 
  • Nach der Trauung fährt das vermählte Paar zu der anschließend stattfindenden Hochzeitsfeier. Das Auto kann hierfür mit Blechdosen dekoriert werden. Außerdem begleitet ein Autokorso das Paar. Hupend und lärmend soll so die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das frisch vermählte Paar gelenkt werden. 
  • Alle bekannten Streiche finden im Haus oder der Wohnung der Eheleute statt. Ziel aller Maßnahmen ist es, dem Paar ein letztes Mal an die Schwierigkeiten einer Ehe zu erinnern, bevor der Alltag beginnen kann. Manche Freunde verstecken Wecker, die mitten in der Nacht klingeln. Populär ist auch das Vertauschen des Salz- und Pfefferstreuerinhalts. Häufig wird die Wohnung „umdekoriert“. Oft wird dabei der Weg in das gemeinsame Schlafzimmer versperrt. Eingefrorene Schlüssel, Luftballons oder mit Wasser gefüllte Pappbecher sind nur einige der dafür geeigneten Gegenstände und Maßnahmen.