Hochzeitsfotografie - Den schönsten Tag im Leben festhalten 

Die Hochzeitfotografie gilt zu den oft unterschätzten Aufgaben eines Fotografen. Gute Planung und Vorbereitung gehören dabei ebenso zur Arbeit wie die Flexibilität, auch spontane Situationen der Hochzeit in schönen Bildern einzufangen.


Mit dem Kauf einer Spiegelreflexkamera und dem Start des Hobbys "Fotografie", scheint sich mitunter eine unsichtbare Einladung an den Freundes- und Familienkreis im Zubehör zu befinden, den professionellen Fotografen für die Familienfeier entbehren zu können. "Könntest Du unsere Hochzeit, unser Jubiläum, unsere Kindstaufe, unser XXL-Event ... fotografieren?" Unausgesprochen folgt dem das "Aber bitte in höchster Qualität, denn das macht die neue Kamera ja ganz allein." Tatsächlich jedoch ist die Arbeit des Hochzeitsfotografen eine der anspruchsvollsten Aufgaben in der Welt der Fotografie: Denn hierbei bekommt der Begriff "keine zweite Chance" eine völlig neue Dimension.

Gute Planung ist das A und O der Hochzeitsfotografie

  • Können Sie es dem Brautpaar nicht abschlagen oder möchten diese wichtige Aufgabe tatsächlich gern für die Hochzeiter übernehmen, ist eine gute Planung und Vorbereitung unerlässlich. Dies beginnt mit einem ausführlichen Gespräch zu den Prioritäten der Brautleute, bei denen der genaue Tagesablauf mit allen Programmpunkten und Zeiten ebenso schriftlich festgehalten werden sollte wie die Gästezahl, die wichtigsten Personen des Tages und die gewünschten Bildmotive.
  • Nach Möglichkeit sollten Sie als Hobbyfotograf die Örtlichkeiten der Feier im Vorfeld besuchen, um sich ein Bild von den Lichtverhältnissen und dem benötigten Equipment zu machen. Während manche Fotografen dabei ein Objektiv mit 50 mm Brennweite und 1.8 Blende nutzen, bevorzugen andere eine Brennweite von 85 mm. Maßgeblich ist die eigene Erfahrung mit dem jeweiligen Objektiv, um optimale Bilder von der Hochzeit zu machen. Das gleiche gilt übrigens auch für den Umgang mit dem Blitz.
  • Probefotos mit und ohne Blitz helfen dabei, böse Überraschungen bei den Bildern zu vermeiden und die Lichtverhältnisse besser einzuschätzen. Gleiches gilt für die Objektive: Mit einem Weitwinkel lässt sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft festhalten, während das Teleobjektiv ermöglicht, Detailaufnahmen von den frisch getauschten Ringen zu machen, ohne dem Brautpaar auf die Füße zu treten.
  • Legen Sie entsprechend der Örtlichkeiten das passende Equipment möglichst in doppelter Ausfertigung zurecht: eine zweite Kamera, Ersatzbatterien oder -akkus, eine weitere, leere Speicherkarte und griffbereit gehaltene Objektive und Blitze sollten Sie vor der Situation schützen, die wichtigen Momente der Hochzeit durch Defekte, Störungen oder gänzliches Fehlen zu verpassen. Ein Stoppen der Zeremonie oder gar die Aufforderung der Wiederholung ist nicht nur unangenehm, sondern ein absolutes No-Go!

Bildmotivwahl bei der Hochzeitsfotografie

  • Zu einem der wichtigsten Motive gehören das Brautpaar und die Trauzeugen. Besonders bei Interaktionen wie den Unterschriften, dem Kuss und Händeschütteln mit den Gästen sollten Fotos entstehen, die prägnante Momente der Hochzeit dokumentieren.
  • Ebenso wichtig ist die Familie – dazu gehören auch Kinder. Grundsätzlich gilt: Je enger die Verbindung zum Brautpaar, desto wichtiger das Motiv.
  • Jeder Ort der Trauung ist ebenfalls ein bedeutendes Motiv und kann nach Wunsch in Bildern festgehalten werden: vom Ankleidezimmer über die Kirche und den Festraum bis zur Heimfahrt.
  • Hochzeitsfahrzeug (Kutsche, Limousine o.ä.), Geschenkübergaben, Geschenketisch, Dekorationen (Menükarte, Tischgedeck, Tischdekorationen) sollten ebenfalls nicht fehlen. Ob Kutsche, Menükarte oder Tischgedeck: Auf Wunsch der Brautleute sollte möglichst alles festgehalten werden.
  • Vorträge während der Zeremonie und Feierlichkeit gehören auch dazu: Reden der Brauteltern, Trauzeugen, der Brautwalzer und Spiele prägen die Hochzeitsfeier und liefern Aufnahmen aller Gäste.

Natürliche Fotos

  • Wenn Sie sich als Hochzeitsfotograf unauffällig in die Feierlichkeit einbinden, wirken Ihre Hochzeitsfotos echt und nicht gekünstelt (mehr Informationen dazu auf magix.com). Lockere Gespräche mit dem Brautpaar und den Gästen im Vorfeld sorgen für entspannte Stimmung, die sich auch in den Bildern niederschlägt.
  • Nur in Ausnahmefällen sollte der Fotograf die Gäste auffordern, in die Kamera zu lächeln, und stattdessen die Stimmung des Moments unauffällig einfangen. Anhand dem Tagesprogramm (möglichst mit Zeiten) bemühen Sie sich am besten, immer nah am Geschehen zu sein, ohne dabei in den Mittelpunkt zu treten – die eigentliche Kunst beim Fotografieren einer Feierlichkeit.

Wichtige Aspekte des Tages und das besondere Extra

  • Der Eintritt der Braut, die Unterschriften, der Kuss, der Ringtausch und Spiele, die das Brautpaar bewältigen muss, sind fast noch wichtiger als die später folgenden Gruppen- und Portraitfotos der Hochzeiter und der Hochzeitsgesellschaft, deren Umsetzung ebenfalls mit dem Brautpaar im Vorfeld abgesprochen und in das Tagesprogramm mit zeitlichem Spielraum eingebunden werden sollte.
  • Als nette Geste bietet sich an, dem Brautpaar neben den Digitalbildern noch einen Abzug eines besonders schönen Motives zukommen zu lassen. Ein Druck auf Leinwand, Acryl-Glas oder eingerahmt, wie es neben weiteren Variationsmöglichkeiten etwa myposter.de anbietet, wird jedem Brautpaar eine große Freude bereiten. So hinterlassen Sie als Fotograf eine besondere Note und die ein oder andere Empfehlung wird sicherlich für Sie sprechen.