Beim Hodenkrebs handelt es sich um die häufigste Tumorerkrankung bei Männern im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Der Hodenkrebs zählt aber auch zu den Krebserkrankungen, die man am besten heilen kann. In Deutschland erkranken jährlich circa 3.000 Männer an Hodenkrebs. Man differenziert zwischen bestimmten Arten, den Seminomen, die in 65 Prozent der betroffenen Fälle vorkommen und Nichtseminomen. Hierbei ist die unterschiedliche Entartung der Zelltypen jeweils klassifizierend. Es ist wichtig, dass vor des Beginns der Therapie festgestellt wird, um welche Art von Hodenkrebs es sich handelt. Denn bei Seminome erwies sich die Strahlentherapie als wirkungsvoll, bei Nichtseminomen konnte den Patienten durch Operation und Chemotherapie geholfen werden.
Ursache unbekannt
Leider ist trotz intensiver Forschung die Ursache für Hodenkrebs immer noch nicht bekannt. Im Laufe der Jahre konnte man anhand einiger Studien jedoch feststellen, dass Männer, die im Kindesalter an einem Hodenstand litten, öfters an Hodenkrebs erkrankten. Auch bei einer Zeugungsunfähigkeit oder wenn der Vaters des Patienten bereits an Hodenkrebs erkrankt war, trat der Tumor häufiger auf. Auch wer bereits einmal einen Hodenkrebs hatte, trägt das Risiko einer neuen Erkrankung in sich.
Zunahme der Erkrankungen
Auch hat sich die Häufigkeit von Hodenkrebs in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Vor allem Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmittel stehen in Verdacht, die Tumorerkrankung stark zu begünstigen. Der frühere Beginn der Pubertät wird als Ursache für das vermehrte Auftreten von Hodenkrebs ebenfalls in Erwägung gezogen. Einige Ärzte sind auch der Meinung, dass Lösungsmittel und Schwermetalle die Bildung der Tumorerkrankung begünstigen können.
Zufällige Diagnose
In vielen Fällen wird der Hodenkrebs durch Zufall im Rahmen einer urologischen Untersuchung entdeckt. Das Gewebe ist knotenartig verändert, was sich vor allem in Seitenvergleich bemerkbar macht. Auch ziehende Hodenschmerzen und ein Schweregefühl im betroffenen Hoden können Symptome für eine Hodenkrebserkrankung sein. Deshalb sollte jeder Mann zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr seine Hoden einmal im Monat auf ungewöhnliche Veränderungen selbst untersuchen. Denn wie bei allen Krebsformen gilt, je früher man den Tumor erkennt, desto besser kann man ihn heilen.