Ein Hörsturz tritt plötzlich und ohne erkennbaren Grund auf, meist nur auf einem Ohr mit unterschiedlichen Schweregrad. Ein Hörsturz kann bis zur Ertaubung führen. Ein Hörsturz entsteht durch eine Funktionsstörung des Innenohrs. Es ist zugleich auch die häufigste Funktionsstörung. Nach Schätzungen leiden mehr als 250000 Menschen in Deutschland pro Jahr an einem Hörsturz in unterschiedlichsten Schweregraden. Gerade jüngere Menschen sind immer öfter betroffen. Ein Hörsturz macht keinen geschlechtsspezifischen Unterschied. Und wo das höchste Risiko einen Hörsturz zu erleiden früher bei Menschen von 50 bis 60 Jahren war, so ist der Altersdurchschnitt heutzutage stark gesunken. Auch Menschen zwischen 30 bis 40 Jahren sind nunmehr genauso oft betroffen.
Entstehung des Hörsturzes noch ungeklärt
Warum genau ein Hörsturz entsteht, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, dass mehrere Faktoren daran beteiligt sind, die eine Änderung der Durchblutungsverhältnisse am Innenohr beeinflussen. Denn im Innenohr befinden sich die zuständigen Sinneszellen, die sogenannten Haarzellen. Alle möglichen Geräusche erzeugen hier ein elektrisches Signal, welches über den Hörnerv an das Hörzentrum ins Gehirn weitergeleitet wird. Die Haarzellen werden über Blutgefäße mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Kommt es nun zu einer Mangeldurchblutung, werden die Haarzellen geschädigt und ein Hörsturz entsteht.
Hörsturz oft von Schwindel begleitet
Wenn man einen Hörsturz erleidet, betrifft es entweder die hohen, die mittleren oder die tiefen Frequenzen. Dabei kann der Schweregrad unterschiedlich sein. Menschen, die einen Hörsturz hatten, sagen meist aus, dass sie ein dumpfes Druckgefühl im Ohr hatten, ganz so, als sei Watte drin. In der Regel wird der Hörsturz auch von Ohrgeräuschen oder Schwindel begleitet. Entweder vergeht ein Hörsturz von ganz allein oder er muss ärztlich behandelt werden. Hierbei wäre dringend geraten, schnellst möglich mit der Therapie zu beginnen. Denn umso größer sind dann auch die Heilungschancen.
Heilung mit Infusionstherapie
Die Heilung eines Hörsturzes erfolgt meistens mittels einer Infusionstherapie. Dabei bekommt der Patient 14 Tage lang einmal pro Tag Infusionen, die das Blut verdünnen sollen, damit die Durchblutung im Innenohr wieder problemlos von statten gehen kann. Ein Hörsturz wird in der Regel mit Stress in Verbindung gebracht. Also sollte man diesen am besten meiden, genauso wie übermäßigen Lärm, der ja auch oft an Tinnitus schuld ist.