Holz behandeln - Beizen und Imprägnieren

Da es sich um einen lebenden Werkstoff handelt, sollten Sie unbedingt immer Holz behandeln, damit sich nicht irgendwann unliebsame Mitbewohner einfinden.


Damit Sie lange Freude an Ihren selbst gebauten Holzmöbeln haben, sollten Sie immer das Holz behandeln. Dazu bieten sich die beiden Techniken des Beizens und Imprägnierens an.

Holz behandeln - Imprägnieren
Das Holzschutzmittel ist für viele europäische Hölzer unverzichtbar, da sie äußerst anfällig für Pilze und Insekten sind. Besonders machen ihnen der Erdkontakt und die Feuchtigkeit zu schaffen, so sollten vor allem Hölzer, die im Außenbereich stehen, imprägniert werden, um sie langlebiger zu machen. Tropenhölzer und Robinie jedoch sind nicht anfällig und benötigen aus diesem Grund auch keine Behandlung.
Achten Sie darauf, so wenig wie möglich zu imprägnieren, da die Stoffe nicht nur tödlich für Insekten und Pilze sind, sondern in hohen Mengen auch gesundheitsgefährdend für den Menschen sein können.

Innenbereich
Möbel, die in Wohnungen stehen, sollten zum Wohle der Gesundheit generell nicht imprägniert werden, lösemittelarme Wachse reichen vollkommen aus. Zudem sollten Kernhölzer verwendet werden, da diese viel robuster und langlebiger sind. Vor allem muss das Saunamobiliar unbehandelt bleiben, da sich durch die Hitze und die Feuchtigkeit gefährliche Stoffe lösen.

Außenbereich
Holz, das für den Außenbereich gemacht wurde, wie ein kleines Gartenhäuschen, muss auf jeden Fall behandelt werden. Hierzu gibt es jedoch fünf verschiedene Dauerhaftigkeitsklassen, wobei Klasse 5 für Holz ist, das ohne Erdkontakt trocken gelagert wird und Klasse 1 für Holz, das Boden- und Wasserkontakt hat.

Durchführung
Nachdem das Holz glattgeschliffen wurde, wird nun das Holzschutzmittel satt mit einem Pinsel aufgetragen. Achten Sie darauf, dass keine Nasen entstehen.

Beizen
Beize ist ein Lösungsmittel, dass hauptsächlich zur Oberflächenbehandlung eingesetzt wird und Holz schützt. Zudem soll der natürliche Farbton verstärkt oder verändert sowie die Betonung von Kontrasten in der Holzmaserung erzielt werden.

Durchführung
Am leichtesten und am besten trägt sich die Beize mit einem Pinsel auf. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass dieser kein Eisen enthält, da dies den Farbton der Beize beeinflussen kann. Aus diesem Grund sollte man sich eine kleine Menge der Beize in ein Glas füllen, um zu vermeiden, dass ungewollte Partikel in das Gefäß gelangen und das Lösungsmittel verändern; jedoch sollte die Beize zuvor kräftig durchgerührt werden.
Die Streichung der waagerechten Fläche erfolgt immer in Richtung der Maserung, wobei die einzelnen Bahnen in Perfektion gestrichen werden müssen. Nun erfolgt die Streichung quer zur Faser. Um Spritzer zu vermeiden, die das Holz fleckig erscheinen lassen, müssen senkrechte Flächen immer von unten nach oben gestrichen werden. Am Ende benötigen Sie einen weiteren trockenen und sauberen Pinsel, mit dem Sie die übrige Beize vom Holz nehmen.