Um Holz und Holzarten in ihrer Farbe und Struktur zu beschreiben, werden hauptsächlich folgende Begriffe verwendet. In unsrem kleinen Holz Lexikon zeigen wir Ihnen, um welche es sich handelt:
Kernholz
Der vom Splintholz ringförmig umgebene und sich durch eine oft dunklere Färbung abhebende innere Teil des Stammes. Das Kernholz ist stets widerstandsfähiger gegen Pilzbefall als das Splintholz, besitzt geringeren Wassergehalt und höhere Festigkeit, Dichte und Dauerhaftigkeit.
Splint, Splintholz
Die Stämme aller Bäume enthalten Splintholz. Der Anteil ist von der Art, dem Alter und den Wachstumsbedingungen abhängig. Bei den meisten Arten ist es ein etwa 3 bis 5 Zentimeter breiter Mantel hellfarbigen Holzes, der das Kernholz einschließt. Er ist vor allem im Feuchtzustand empfindlich für Pilz- und Insektenbefall.
Holzarten - Frühholz
Die meist hellere und weichere Schicht, die zu Beginn einer Wachstumsperiode (Frühjahr) entsteht und meistens bei Nadelhölzern besonders deutlich ausgebildet ist; häufig gekennzeichnet durch größere Zellen und niedrigere Rohdichte.
Spätholz
Auf das Frühholz folgende, bei Laubhölzern meist porenärmere und bei Nadelhölzern besonders dunkle und harte Zonen; sie bilden den Abschluss einer Zuwachszone.
Jahrring
Das ist während eines Jahres vom Baum erzeugte Holzmasse, die in der Regel im anatomischen Bau aus verschiedenen Zonen besteht: aus dem zuerst gebildeten weicheren Frühholz und dem schwereren, härteren und später gebildeten Spätholz. Der Jahrring erscheint am Querschnitt als Ring.
Fladern
Ein meist kegelartiges oder ovales Bild, das durch Farb- oder Strukturunterschiede beim "flachen" Anschnitt (tangential) hervorgerufen wird, bei den meisten Nadelhölzern und allen ringporigen Hölzern durch den Unterschied von Früh- und Spätholz, bei anderen Laubhölzern durch den Wechsel von Faserzellen und Speicherzellen.
Markstrahle
Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien ("Strahlen") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel" mitunter so breit, dass sie das Holzbild stark prägen (zum Beispiel bei Eichen).
Poren
Durch Gefäßzellen gebildete feine Röhren, die im Querschnitt runde oder ovale Öffnungen und auf Längsschnittflächen rillenartige Vertiefungen bilden. Bei grobporigen Hölzern sind die einzelnen Poren mit bloßem Auge erkennbar (zum Beispiel bei der Wenge), bei mittelgroßen Poren ist nur das Vorhandensein der Poren, aber nicht die einzelne unterscheidbar (zum Beispiel bei der Makore). Bei feinporigen Hölzern, wie beispielsweise bei Mansonia sind Poren nur noch mit der Lupe auf glatten Querschnitten sichtbar. Nadelhölzer haben keine Poren.
Porenrillen
An Längsschnitten von Laubhölzern sichtbare aufgeschnittene Gefäßzellen.
Spiegel
Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien ("Strahlen") und auf dem Radialschnitt als "Spiegel" teilweise so breit, dass sie das Holzbild sehr stark prägen (zum Beispiel bei Eichen)
Hirnschnitt
Quer zur Stammachse beziehungsweise zum Faserverlauf geführter Schnitt. Er ist für die mikro- und makroskopische Bestimmung des Holzes am besten geeignet. Auf der Querschnittsfläche zeigen sich Jahrringaufbau, Längsparenchym und Holzstrahlen am deutlichsten.
Radialschnitt
Die Jahrringe sind als parallel zur Stammachse verlaufende und die Markstrahlen als radial verlaufende Streifen zu sehen. Die längs angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel. Radial: In einem Baum die horizontale Richtung zwischen Mark und Rinde.
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