Krank sein ist nicht für jeden Menschen gleich. Fragen Sie doch mal in Ihrem Bekanntenkreis, wie jeder eine Erkältung verlebt. Den Einen fröstelt es ohne Ende, der Andere schwitzt wie verrückt und wieder ein Anderer klagt über Gliederschmerzen. Mit dieser individuellen Symptomatik arbeitet man in der Homöopathie Behandlung bei Ihrer Mittelwahl. Was ist aber bei chronischen Krankheiten?
Hierzu haben ihre Entwickler und viele andere Förderer folgendes Grundverständnis übernommen:
Kein Organismus kann ohne eine ätherische Kraft am Leben gehalten werden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin heißt sie „Chi“. Im deutschen einfach „Lebenskraft“. Ohne Lebenskraft ist der Organismus tot. Ohne Organismus kann sich die Lebenskraft nicht darstellen. Ist ein Organismus erkrankt, so sieht die Homöopathie die Lebenskraft in ihrem Sein beeinträchtig, welche daraufhin Symptome zeigt, egal wie sie dann in ihrer Gesamtheit benannt werden. Das kann durch Unfälle, emotionale Verluste, Ansteckung und vielem anderen der Fall sein. Der Schlag auf den Daumen z.B. ist ein gutes Beispiel: eben noch vergnügt über die Verschönerung der Zimmerwand durch das Lieblingsbild, verändert sich die Stimmung schlagartig, wenn der Hammer statt des Nagels den Daumen trifft. Schluss, mit der Freude, Ärger macht sich breit, Fluchen ist zu hören, der Nagel wird blau und tut weh. Eine einfache Körperzelle macht allein nicht solch einen Aufstand, sondern der insgesamt beeinflusste Organismus durch die Erschütterung der Lebenskraft. Glücklich, wer danach schon mal die schnell helfende Wirkung homöopathischer Mittel erleben durfte.
Chronische Krankheiten in der Homöopathie Behandlung
Bei chronischen Krankheiten sieht es etwas anders aus. Hier bestimmen drei „Grundübel“ (Miasmen) den Verlauf:
Die Grundbelastung mit dem Psorischen Miasma stellt in der Homöopathie den Mangel dar. Sie geht einher mit Funktionsstörungen gen Unterfunktion und unter ihr gedeihen zumeist trockene Hauterkrankungen. Aber auch psychische Grundthemen wie mangelnde Flexibilität und Solidarität deuten auf eine solche Grundbelastung hin.
Bei der Sykosis steht das Thema des Überschusses im Vordergrund. Organüberfunktionen, Stoffwechselerkrankungen und übermäßige oder ständige Absonderungen sind ein typisches Zeichen dieser Belastung. Neurotische Veranlagung mit überschießendem Versuch des Ausgleiches durch „Übermut“ oder andere maßlose Verhaltensweisen machen die Psyche aus.
Syphilinie
Bei der Syphilinie finden wir eine Art von wellenartiger Zerstörung vor. Krankheiten wie Multiple Sklerose können Sinnbild für eine solche Belastung sein. Degenerative Prozesse, Athrophie und Exostosen sind typsich. Diese Grundbelastungen können sich auch mischen oder zusammen auftreten. Dann ergeben sich die Formen der Tuberkulinie, bei der sich eiternde teils zerstörende Prozesse ergeben, ähnlich der Tuberkulose. Spielen alle drei zusammen, so findet man sich im Bild der Kanzerinie wieder. Durchaus an wuchernden Prozessen fest zu machen. Die Konsequenzen kann jeder Patient an sich selbst ausmachen. Für die/ den BehandlerIn ist es wichtig, diese Grundbelastungen zu erkennen und es in eine detaillierte Mittelwahl einzubeziehen, da homöopathische Mittel auch einen Schwerpunkt in jeder Grundbelastung haben.
Für die Inhalte dieses Artikels ist der Verfasser Martin Behrens verantwortlich.