Viele Menschen möchten bei einer Allergie nicht auf Medikamente zurückgreifen, sondern suchen in der Homöopathie nach einem Heilmittel. Jedoch sind hier eher geringe Wirkungen belegt worden, meist eignen sich pflanzliche, homöopathische Mittel nur zur Behandlung von schwachen Allergien oder zur Unterstützung neben beispielsweise Antihistaminika.
Galphimia glauca
Der Heilpflanze Galphimia glauca sagt man eine stark antiallergische Wirkung auf die Atemwege nach. So kann die Pflanze die typischen Augen- und Nasenbeschwerden, wie kribbelnde, juckende Nase und brennende, tränende Augen nachweislich lindern. Daher könnte Galphimia glauca eine erfolgreiche Alternative für Medikamente gegen Heuschnupfen darstellen. Das Mittel sollte sowohl vorbeugend, etwa sechs bis acht Wochen vor der Pollensaison, als auch bei akuten Beschwerden eingenommen werden. Gegen Asthma sagt man der Pflanze ebenfalls lindernde Wirkung nach. Auch bei Neurodermitis sind positive Wirkungen des Hautbildes bekannt.
Urtica urens & Cardiospermum halicacabum
Die gute alte Brennnessel (Urtica urens) wie auch die Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum) sind häufig verwendete Heilpflanzen, die bei Insektenstichallergie, Schwellungen, brennendem Juckreiz und Ekzemen eingesetzt werden kann. Die Brennnessel wird in erster Linie gegen akute Beschwerden eingesetzt, während man die Ballonrebe auch zur Vorbeugung nutzen kann. Die Ballonrebe hat Kortison ähnliche, also entzündungshemmende Wirkung, und kann auch bei einer Neurodermitis durchaus hilfreich wirken und deren Symptome lindern. Die Substanzen werden als Salbe oder Creme aufgetragen.
Pflanzenkomplexe
Bei Heuschnupfen haben sich neben einzelnen Pflanzenpräparaten auch Komplexpräparate aus Galphimia glauca, Luffa operculata und Cardiospermum halicacabum als wirksame Mittel bewährt. Diese werden bei akuten Beschwerden etwa stündlich eingenommen, bis die Symptome nicht mehr spürbar sind. Mehr als sechs Tabletten sollte man jedoch nicht einnehmen.
Acidum formicicum
Acidum formicicum ist auch ein homöopathisches Mittel, es besteht aus Ameisensäure. Diese Säure ist im intrazellulären Stoffwechsel wirksam und gilt als Verstärker für andere Heilpflanzen. Sie wird bei allen allergischen Reaktionen, aber insbesondere bei Asthma, eingesetzt und kann chronische Entzündungen abschwächen. Meist wird Acidum Formicum vom Homöopath gespritzt.
Carbo vegetabilis
Die Holzkohle (Carbo vegetabilis) wird aus Buchen oder Birkenholz hergestellt. In der Homöopathie wird Holzkohle neben anderen Einsatzgebieten, auch bei der Gefahr, in Folge einer Nahrungsmittelallergie einen Kollaps zu bekommen oder bei Schwäche, Bauchschmerzen und Durchfall verwendet. Die Kohle soll verdauungsfördernd und gegen Erschöpfungserscheinungen jeglicher Art wirken.