Homöopathie: Potenzen vs. Verdünnung

Martin Behrens sorgt in seinem Artikel für Klarheit über Homöopathie und Potenzen.


Homöopathie und potenzen - ein kompliziertes Thema: Ein immer währender Streit ergibt sich aus der Frage, ob homöopathische Mittel verdünnt sind oder potenziert. Folgende Betrachtung wird sicher ein wenig für Klarheit sorgen können. 

 

Urtinktur
In einigen Fällen arbeitet die Homöopathie mit Urtinkturen. Sie sind für viele potenzierte Mittel die Ausgangsbasis, aber auch als eigenständige nicht-potenzierte Substanzen wirksam und werden gern direkt in der Therapie verwendet wie zum Beispiel die Ringelblume bei Hautverletzungen. Also ist Homöopathie nicht nur das Behandeln mit potenzierten Mitteln.
Je intensiver die Verletzung und die damit einhergehende Wesensveränderung (Ärger über den Schlag auf den Daumen, oder die Angst nach einem Unfall), desto sinnvoller ist es, ein potenziertes Mittel einzusetzen, da es die Ebene des veränderten Gemütes besser erreicht. 

 

Homöopathie und Potenzen
„Potenzierung“ steht - im klaren Gegensatz zu „Verdünnung“ – für die Bestärkung (Potenz = Stärke/ Kraft) von arzneilichen Substanzen. In einem genau definierten Arbeitsprozess werden auch Mittel zur Wirksamkeit befähigt, die wissenschaftlich eigentlich als unwirksam gelten. So entwickelt sich Gold zu einem Herz- und Nierenmittel oder Lycopodium einen großen Bezug zu Lebererkrankungen.
Einen wissenschaftlichen Nachweis bietet die strenge empirische Erfassung der Symptome, welche gesunde Personen unter der testweisen Einnahme entwickeln (Arzneimittelprüfung). Es gibt zwar die eigenartigsten Mittel in neuzeitlichen Prüfungen (zum Beispiel Schokolade), die meisten haben aber über Jahrhunderte die Fähigkeit bewiesen, bei verschiedenen unabhängigen Personen die gleichen Symptome verursachen zu können. Je öfter sie dass tun, desto höher wird Ihre Wertigkeit eingestuft.
Während des Vorgangs des Potenzierens wird jede Menge Energie in die Ursubstanz und ihren Trägerstoff hineingearbeitet und so in Ihrer Wirkung bestärkt. Dabei
nimmt die Wirkfähigkeit auf der Gemütsebene zu, werden gefährliche Stoffe entschärft
werden unwirksame Ausgangsubstanzen einer ihnen eigenen Wirkungsweise zugeführt und so den therapeutischen Möglichkeiten hinzugefügt. 

 

Verdünnung
Eine Verdünnung ist die einfache unkontrollierte Verminderung der Konzentration eines Ausgangsstoffes. Eine Erhöhung der Wirksamkeit ist partout nicht zu erwarten. Eher nimmt die Gefährlichkeit oder die Wirksamkeit eines Stoffes ab.
Bei der Potenzierung definiert sich die Stufe in den Buchstaben und Zahlen. Dabei steht vorn der Teil der Ausgangssubstanz, dahinter die Teile der Trägersubstanz.
D steht für ein Mischungsverhältnis von 1:10,
zum Beispiel ein Tropfen Ausgangsubstanz auf zehn Tropfen Trägersubstanz.
C steht für 1:100.
LM oder Q steht für ein Verhältnis von 1:50.000.
Die anschließende Zahl verrät die Zahl der Arbeitsvorgänge. 

Machen Sie sich bewusst, dass in einer C200-Potenz die zweihundertfache monotone Arbeit, also die Energie von mehreren Stunden steckt, auch wenn der Mischungsgrad so hoch ist, dass die Annahme gerechtfertigt ist, dass kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr in einem Tropfen zu finden sei. Und auch die moderne Wissenschaft ist sich einig darüber, dass keine Energie der Welt verloren geht. Wo sollte sie anders sein, als in dem bearbeiteten Arzneimittel? Somit hilft viel Potenz tatsächlich viel, wenn die Auswahl nur individuell genug getroffen wurde.

Für die Inhalte dieses Artikels ist der Verfasser Martin Behrens verantwortlich.