Homöopathische Mittel bei Depressionen

Homöopathische Mittel bei Depressionen - ihre Anwendung richtet sich weitgehend nach den Ursachen der Erkrankung.


Depressionen haben die unterschiedlichsten Ursachen und können auf vielerlei Weise behandelt werden. Zahlreiche Medikamente haben drastische Nebenwirkungen, die das Leben der Patienten zum Teil massiv einschränken und erschweren, durch Müdigkeit, Bewußtseinsstörungen, Konzentrations-schwächen und vieles mehr. Homöopathische Mittel bei Depressionen sind daher immer mehr gefragt.

Anamnäse
Der Homöopath geht beim Patientengespräch viel tiefer auf die Ursachen für die Depression ein, als der Schulmediziner. Homöopathische Mittel bei Depressionen wirken nämlich viel spezifischer. Daher ist das Patientengespräch ungeheuer wichtig, denn nur aus der Summe der spezifischen Symptome lassen sich die richtigen Mittel zur Behandlung herausfinden. Symptome wie Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Unlust oder Angstgefühl sind für den Homöopathen zweitrangig, er sucht nach anderen Merkmalen, wie zum Beispiel großen Durst, Zahnfleischbluten, Angst vor Gewittern, Fußschweiß, Gelenksschmerzen, Heiserkeit, Brustschmerz und ähnlichem und kann daraus ersehen, welcher Mangel im Körper des Patienten ausgeglichen werden muss.

Homöopathische Mittel bei Depressionen
Bei Depressionen aufgrund alter seelischer Wunden, die sich durch häufiges Weinen, anhaltenden Kummer, ständiges Seufzen und dergleichen mehr äußern, gibt der Homöopath ignatia amara, ein Produkt aus der Ignaziusbohne.

Bei Depressionen nach Verlust eines nahestehenden Menschen ist causticum, frisch gebrannter Kalk mit Kaliumhydrogensulfat, das Mittel der Wahl – es hilft bei allen Lähmungen, geistigen wie körperlichen.

Ist die Ursache der Erkrankung Trennungsschmerz, hilft pulsatilla pratensis, die Küchenschelle. Sie bekämpft die Symptome wie Durstlosigkeit, ständiges Frieren und Unverträglichkeit von Fett und Milch.

Bei Depressionen nach einem Neubeginn, die mit Gelenksschmerzen und -steifigkeit und dem Verlangen nach kalter Milch einhergehen, ist die Einnahme von Rhus toxicodendron, Blättern der Gifteiche, empfehlenswert.

Ist Vereinsamung der Grund des Leidens, bekämpft calcium carbonicum, kohlensaurer Kalk aus Austernschalen die Hauptsymptome wie Ängste und Fußschweiß.

Depressionen auf Grund zunehmender Schwäche, sei es körperlich oder mental, bekämpft man am besten mit China officinalis, dem Chinarindenbaum.

Tritt die Erkrankung aufgrund zu hoher geistiger Bealstung auf und ist begleitet von Kopfschmerzen und geistiger und körperlicher Überempfindlichkeit, empfiehlt sich die Einnahme von nux vomica, der Brechnuss.

Weitere Homöopathische Mittel bei Depressionen sind je nach Ursache aurum metallicum (Gold), natrium muriaticum, (Kochsalz) und Bryonia alba (Weiße Zaunrübe).