Homöosiniatrie

Die Homoöosiniatrie ist eine Kombination aus Akupunktur und Homöopathie. Statt einer Akupunkturnadel werden hier Kanülen verwendet, über die homöopathisch aufbereitete Substanzen in den Organismus geleitet werden.


Bei der Homöosiniatrie handelt es sich um ein medizinisches Konzept, welches auf drei verschiedenen Therapieformen fußt. Diese drei Lehren sind die Traditionelle Chinesische Medizin (speziell Akupunktur), die Erkenntnisse der Druckpunktbehandlung nach August Weihe und die Homöopathie nach Hahnemann.
Der Begründer dieser Kombination ist der französische Arzt Roger de la Fuye, welcher auf seinen Forschungsreisen bei nordkanadischen Indianern ähnliche Behandlungsformen beobachtete und diese im frühen 20. Jahrhundert weiterentwickelte. 

 

Entwicklung der Homöosiniatrie
De la Fuye erarbeitete zusammen mit seinem Neffen Jules Verne ein System der Zusammenhänge verschiedener Druckpunkte (welche oftmals mit Akkupunkturpunkten übereinstimmten) und homöopathischer Arzneimittel.
Der französische Arzt erweiterte nicht nur das System der Weihe-Punkte, er feierte große Behandlungserfolge mit seiner Kombination der Akupunkturtechnik mit der oralen Aufnahme homöopathischer Wirkstoffe. Der letzte Schritt zur Homöosiniatrie bestand darin, die Wirkstoffe direkt über beziehungsweise „durch“ die Akkupunkturpunkte zuzuführen. Die ohnehin schon optimierte Wirkung verstärkte sich zusätzlich und die Behandlungserfolge nahmen rapide zu. Trotz der Erfolge wurde die Lehre anfangs von vielen Vertretern der „reinen“ Akupunktur- oder Homöopathielehren abgelehnt. Diese Ablehnung hat sich aber mittlerweile, aufgrund des immensen Erfolgs dieser wirkungsvollen Schmerztherapie, relativiert. 

  

Durchführung:
Im Allgemeinen ähnelt die Durchführung der Homöosiniatrie der der Akkupunktur. Statt einer Nadel wird lediglich eine Kanüle verwendet, durch welche nach dem Einstich das homöopathische Präparat injiziert wird. Die Kanüle wird nach der Injektion entfernt und zurück bleibt eine Quaddel. Diese erzeugt über einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden einen lokalen Reiz. 

  

Wirkung:
Die Homöosiniatrie beinhaltet einerseits die Wirkung der Akkupunktur, die Lebensenergie wieder fließen zu lassen und die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen Haut und inneren Organen positiv zu nutzen. Andererseits nutzt die kombinierte Schmerztherapie auch die Wirkungsweise der Homöopathie, welche durch verminderte Wirkstoffkonzentration der überwiegend organischen Substanzen eine geringe Belastung für den Patienten darstellt. Dank der gründlichen Anamnese versorgt sie jedoch den Patienten optimal mit geeigneten Präparaten. Zusätzlich verstärken sich beide Therapien gegenseitig in ihrer Intensität.
Besonders geeignet ist das medizinische Konzept bei Rückenschmerzen, Gelenkerkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Magen- und Darmproblemen sowie anderen schmerzhaften Erkrankungen.
Der Erfolg der Therapie (selbst bei chronischen Krankheiten), die äußerst geringe Belastung beziehungsweise ausgesprochen gute Verträglichkeit für den Patienten und die meist ausbleibenden Nebenwirkungen begründen die zunehmende Verbreitung. Selbst Patienten, bei denen eine „normale“ Akkupunkturbehandlung ohne Effekt verblieb, können mit diesem Konzept Heilungserfolge verzeichnen. 

  

Einschränkungen:
Der Erfolg der Behandlung ist, wie bei den einzelnen Therapiebestandteilen, nicht wissenschaftlich, aber durch langjährige Erfahrungen und vielfältige Erfolge, bestätigt. Nebenwirkungen sind kaum bekannt.