Hormonspirale - Doppelte Verhütung

Die Hormonspirale wird vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingesetzt und wirkt dort ungefähr fünf Jahre. Der Kunststoffkörper verhindert ein Eintreten der Spermien in die Gebärmutter.


Die Spirale wird in der Fachsprache gewöhnlich als Intrauterinpessar (IUP) oder Intra-Uterin-System (IUS) bezeichnet. Bei der Hormonspirale handelt sich um ein T-förmiges Kunststoffgebilde, dessen Inneres das Hormon Gestagen abgibt. In die Gebärmutter eingesetzt, schützt die Spirale vor ungewollten Schwangerschaften. Das Einsetzen und Entfernen des IUP dauert nur wenige Minuten und wird vom Frauenarzt übernommen.

Wie wirkt die Hormonspirale?

  • Die Hormonspirale verringert die Regelblutung und kann gegebenenfalls ganz zum Ausbleiben der Periode führen. Gewöhnlich wirkt die Hormonspirale doppelt: Der Kunststoffkörper erschwert den Spermien ein Eindringen in die Gebärmutter, während die zusätzliche Gestagen-Abgabe die Gebärmutterschleimhaut verändert und somit undurchlässig macht.
  • Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gewichtsschwankungen und eine verminderte Libido können durch das Gestagen hervorgerufen werden. Die Spirale ist meist nur für Frauen geeignet, die bereits ein Kind bekommen haben. Die Gebärmutter kann andernfalls noch zu klein sein.

Risiken

  • Im ersten Monat ist das Risiko einer Unterleibsentzündung leicht erhöht, da beim Einsetzen Bakterien in die Gebärmutter gelangen können. Weiterhin kann es in den ersten Monaten zum Ausstoßen der Spirale kommen. Etwa sieben Prozent der Frauen sind davon betroffen.
  • Ob das IUP noch an seinem vorgegebenen Platz in der Gebärmutter sitzt, können Frauen anhand eines Plastikfadens überprüfen, der in die Scheide hineinragt. Ist dieser Faden nicht mehr zu finden, sollten Sie umgehend Ihren Gynäkologen aufsuchen.
  • Beim Einsetzen der Spirale kann es in seltenen Fällen zu einem Durchstoßen der Gebärmutter kommen. Das IUP kann bei einer perforierten Gebärmutter bis in die Bauchhöhle wandern und muss dann operativ entfernt werden.

Schwanger trotz Spirale?

  • Das Risiko einer Fehlgeburt ist bei Frauen erheblich erhöht, die trotz der Spirale schwanger werden. Es besteht zusätzlich die Gefahr einer Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft. Dennoch ist die Spirale eine zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung, dessen Pearl-Index (Messung der Zuverlässigkeit von Verhütungsmitteln) zwischen 0,1 und 0,6 Prozent liegt.
  • Nach dem Entfernen der Spirale wird der Kinderwunsch zu 80 bis 90 Prozent erfüllt. Das IUP wirkt sich nicht nachhaltig auf die Fruchtbarkeit aus.